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25.02.2014

08:09 Uhr

Moody's

Brasilien muss Reformen angehen

Brasilien droht der Entzug der aktuellen Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur Moody's mahnt die Regierung an, Reformen durchzuführen. Die Staatsausgaben müssten gekürzt werden.

Mahnende Stimme im WM-Jahr: Die Ratingagentur blickt skeptisch auf Brasilien. dpa

Mahnende Stimme im WM-Jahr: Die Ratingagentur blickt skeptisch auf Brasilien.

Rio de JaneiroBrasilien muss der Ratingagentur Moody's zufolge Reformen angehen, um seine aktuelle Kreditwürdigkeit auch 2015 zu sichern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas müsse das Vertrauen der Finanzmärkte in das Land wieder herstellen und den Schuldenabbau vorantreiben, sagte der zuständige Moody's-Analyst Mauro Leos in einem am Montag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Das gegenwärtige Moody's-Rating für das Schwellenland von Baa2 und der stabile Ausblick basiere auf der Annahme, „dass sich im nächsten Jahr etwas ändern wird“, sagte Leos. „Die Balance zwischen negativen und positiven Faktoren, die den Ausblick derzeit stabil hält, könnte kippen - ja nachdem, was im kommenden Jahr passiert.“

Brasiliens Wirtschaft auf einen Blick

Wirtschaftskraft

Brasilien ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,24 Billionen (Angaben für 2013) US-Dollar die siebgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Bevölkerung

203 Millionen

Export

Wichtigste Exportgüter Brasiliens sind Rohstoffe (Eisenerz, Kupfer, Öl) und landwirtschaftliche Erzeugnisse (Sojabohnen,  Kaffee, Zucker).

Import

Aus dem Ausland führt das Land vor allem Autos und Autoteile sowie Maschinen ein.

Finanzpolitik

2013 lag das Defizit im brasilianischen Staatshaushalt bei 3,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Gesamtverschuldung liegt bei 66  Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei etwa 80 Prozent.

Die brasilianische Regierung hatte in der vergangenen Woche für 2014 einen Primärüberschuss - also ohne Einrechnung von Zins- und Sonderkosten - von 1,9 Prozent in Aussicht gestellt. Viele Investoren bezweifeln aber, dass es Präsidentin Dilma Rousseff gelingen wird, die Ausgaben zu kürzen. Schließlich strebt sie im Oktober diesen Jahres ihre Wiederwahl an.

Von

rtr

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