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17.06.2013

15:49 Uhr

Moody's und Fitch drohen

USA droht Verlust des Top-Ratings

Die Wirtschaft wächst und auch die Zahl an Arbeitslosen sinkt. Eigentlich gute Voraussetzung für die Bonität der USA. Trotzdem drohen Ratingagenturen mit der Herabstufung. Das könnte Auswirkungen für Geldanleger haben.

Moody`s in New York: Eine Herabstufung der USA wäre möglich. dapd

Moody`s in New York: Eine Herabstufung der USA wäre möglich.

Die Nachrichten aus Übersee lasen hoffen. Seit die Ratingagentur Standard & Poor's den USA vor knapp zwei Jahren die Spitzen-Bonität “AAA” aberkannt hat, ist die Arbeitslosigkeit gesunken, das Vermögen der privaten Haushalte hat einen neuen Rekord erreicht und das Budgetdefizit schrumpft. Dennoch drohen dem Land weitere Herabstufungen.

Zwar hat S&P den Ausblick für das US-Rating in der vergangenen Woche von “negativ” auf “neutral” heraufgesetzt, Moody's und Fitch prüfen aber trotzdem eine Herabstufung der weltgrößten Volkswirtschaft. Moody's will vor einer Entscheidung die Haushaltsentscheidungen der Abgeordneten in diesem Jahr abwarten. Fitch hat einen “negativen” Ausblick für die US-Note und erklärte im Februar, dass die Schuldenentwicklung des Landes eigentlich nicht mit einem “AAA”-Rating vereinbar ist.

Für die USA steht nicht wenig auf dem Spiel: Einige Investmentfonds und andere Anlageprodukte dürfen nichts anderes als erstklassige “AAA“-Wertpapiere besitzen. Zudem können Ratingveränderungen die Volatilität erhöhen. Die Herabstufung durch S&P vor zwei Jahren trug zu einer weltweiten Talfahrt an den Aktienmärkten bei: Im Zeitraum von 26. Juni 2011 bis zum 12. August 2011 wurden dabei etwa 6 Billionen Dollar an Marktwert ausgelöscht.

Moody's hat den Ausblick für die Bonitätsnote der Vereinigten Staaten im August 2011 auf “negativ” gesetzt. Die Ratingagentur will die Haushaltsverhandlungen abwarten, bevor sie eine Entscheidung fällt, erklärte Steven Hess, Senior-Vice-President und führender Analyst für das Länderrating der USA.

Eine Herabstufung “ist keine ausgemachte Sache”, sagte er im Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. “Wir sehen eine beachtliche Verbesserung bei Wirtschaft und Arbeitslosigkeit. Es gibt zwar keinen Boom, aber alles bewegt sich in eine positive Richtung. Wir würden uns mit einer Beibehaltung des “Aaa“- Ratings allerdings wohler fühlen, wenn wir auch eine mittelfristige Verbesserung beim Verhältnis von Schulden zu Bruttoinlandsprodukt (BIP) sehen würden.”

Kommentare (9)

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Numismatiker

17.06.2013, 16:06 Uhr

"...und erklärte im Februar, dass die Schuldenentwicklung des Landes eigentlich nicht mit einem “AAA”-Rating vereinbar ist."

Manche Erkenntnis braucht in Finanzkreisen eben etwas länger...

Account gelöscht!

17.06.2013, 16:25 Uhr

Ein "Land", mit dem höchsten pro Kopf Verschuldungsstand der alles dagewesene hinter sich lässt, Geisterstädte beherrbergt und 45 Millionen Menschen auf Food Stamps angewiesen sind....welches eine Geldmengenvermehrung erlebt wie man sie noch nie gesehen hat, dieses LAnd verliert, was? LOOOOL Das Top-Rating?????

Hallo? Dieser Haufen ist komplett bankrott und das seit Jahren und führt den kompletten Globus an der Nase herum, und das ebenso sind die Tatsachen!.....wer das offiziell sagt, dem wird die Demokratie mit Panzern gebracht, oder weshalb hat Gadafi bevor man ihn platt machen musste, öffentlich alle Saudis aufgefordert keine Dollars mehr zu akzeptieren? Er hat da bereits betont dass dies BEtrug ist was die Amis da machen...Direkt danach hat man angegriffen. Alles Zufall... und jetzt müssen die um was bangen? Um das Top-Rating??? Sorry da kann man vor lachen echt nicht mehr....

puenktli

17.06.2013, 16:33 Uhr

Bloss keine Aufregung. Der US-Imperator wird schon ein paar Drohnen über den Villen der Moody's CEOs kreisen lassen. Und dann werden wir uns schon bald über wohlwollende Wendungen in Sachen Bonität freuen dürfen. Wir nehmen's sportlich.

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