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03.05.2015

13:40 Uhr

Musterdepots

„Die Aktienmärkte werden sich erholen“

Eine verrückte Börsenwoche liegt hinter uns. Der Dax sackte zwischenzeitlich auf 11.300 Punkte ab, bei deutschen Staatsanleihen zog die Rendite dagegen an. Nächste Woche dürfte es normaler zugehen, glaubt Daniel Hupfer.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In der vergangenen Woche wurden die europäischen Aktien- und Rentenmärkte kräftig durchgeschüttelt. So gab der Dax bis auf etwa 11.300 Punkte nach und die Rendite deutscher Staatsanleihen schnellte deutlich in die Höhe. Auslöser hierfür war unseres Erachtens die jüngste Schwäche des US-Dollar gegen den Euro, die viele, vor allem ausländische Investoren, zu Gewinnmitnahmen bewegte.

Wir halten die aktuelle Dollarschwäche nur für eine temporäre Bewegung, da sich fundamental keine gravierenden Veränderungen ergeben haben. Insofern rechnen wir in den kommenden Wochen mit einer Erholung an den Aktienmärkten in Europa. Wir lassen vor diesem Hintergrund unsere aktuelle Positionierung unverändert.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Anlass zu vorsichtigem Optimismus in der Eurozone geben derzeit die jüngsten Daten zur Kreditvergabe und zur Geldmengenentwicklung. So haben die Banken erstmals seit Anfang 2012 wieder mehr Kredite als im Vorjahr vergeben.

Das Plus von 0,1 Prozent fällt zwar optisch nicht hoch aus, für das Wirtschaftswachstum ist jedoch (logisch und mathematisch) der Fakt entscheidend, dass die Wachstumsrate der Kreditvergabe zunimmt. Man nennt dies auch einen positiven Kreditimpuls.

Darüber hinaus ist positiv zu werten, dass die Geldmengenaggregate wachsen. Besonders bei der Geldmenge M1 handelt es sich um einen guten Frühindikator, der der Industrieproduktion um bis zu einem Jahr vorausläuft. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unsere Einschätzung, dass die Wirtschaft der Eurozone im laufenden Jahr stärker wachsen könnte, als dies bislang von vielen erwartet wird.

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