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08.12.2014

20:11 Uhr

Musterdepots

Was denn nun?

Vor kurzem haben Experten Anlegern noch zu Gewinnmitnahmen geraten. Kurz danach hieß es: weiter investieren. Auch der niedrige Ölpreis gibt Rätsel auf. Wo da und dort Ratlosigkeit herrscht, lässt die Industrie hoffen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Angesichts der jüngsten wilden Kursausschläge stehen den Aktienmärkten offensichtlich nicht nur Privatanleger zunehmend etwas ratlos gegenüber. Auch Anlageprofis dürften mittlerweile das Gefühl sehr gut kennen, mit ihren Einschätzungen der tatsächlichen Börsenentwicklung kaum nachzukommen. Noch vor kurzem etwa galt eine Rückkehr des Dax in den fünfstelligen Bereich bis zum Jahreswechsel als nahezu ausgeschlossen.

Hatte sich der deutsche Leitindex doch von seinem Oktober-Einbruch auf knapp über 8300 Punkte in weniger als einem Monat bereits um rund eintausend Punkte erholt. Eine fortgesetzte Aufwärtsbewegung in diesem Tempo erschien illusorisch.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Daher rieten Ende November etwa unter anderem Anlageexperten der DZ Bank zu Gewinnmitnahmen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax notiere bereits deutlich über dem Jahresendziel der Bank von 9000 Punkten, hieß es damals. Zudem übersteige er auch das Kursziel von 9500 Punkten, das man per Jahresmitte und -ende 2015 erwarte.

Keine zwei Wochen später sehen die DZ-Banker nun doch wieder mehr Chancen als Risiken bei Aktien aus Europa – und das obwohl die Börsenindizes inzwischen noch eine Etage höher gesprungen sind. Begründung:  Die Europäische Zentralbank liefere die Vorlage für ein „kurzfristiges Aktienengagement“. Auch wenn weiterhin unklar sei, inwieweit ein großes Kaufprogramm für Staatsanleihen ("QE") tatsächlich ein Erfolg werde, dürften die Aktienmärkte zunächst davon profitieren, so die Fachleute.

Kommentare (1)

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Herr Arthur Dent

09.12.2014, 12:34 Uhr

Liebes HB,

als interessierter Leser wüsste ich gerne wieso Hr. Kokolores mit einem Stand von 106.809,95 eine wesentlich bessere prozentuale Performance aufweist als Hr. Kovalenko mit einem Stand von 110.314,29.

Da alle mit 100.000,- Startkapital begonnen haben, ist mir dieses Ergebnis schleierhaft.

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