Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.02.2015

15:22 Uhr

Nach Bruch der Waffenruhe

Russische und ukrainische Anleihen auf Talfahrt

Der Konflikt im Osten den Ukraine erreicht die Anleihenmärkte: Die Renditen von Anleihen der russischen Föderation und der Ukraine sanken zu Wochenbeginn rasant. Die Talsohle scheint noch nicht erreicht zu sein.

Der Konflikt in der Ostukraine eskaliert weiterhin: Die Renditen von russischen und ukrainischen Staatsanleihen sinkt rasant. Reuters

Szene aus dem Krieg

Der Konflikt in der Ostukraine eskaliert weiterhin: Die Renditen von russischen und ukrainischen Staatsanleihen sinkt rasant.

FrankfurtDer wiederholte Bruch der Waffenruhe in der Ostukraine hat am Montag erneut für Verkäufe bei ukrainischen und russischen Anleihen gesorgt. Dies trieb die Rendite der ukrainischen Dollar-Bonds mit einer Laufzeit bis 2017 auf 56,411 Prozent von 52,497 Prozent am Freitag. Die der 2043 auslaufenden russischen Titel stieg auf 7,016 von 6,792 Prozent.

Auch die Währungen der beiden Staaten kamen unter die Räder. Ein Dollar stieg zeitweise um mehr als zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 30,51 Hrywnia. Zur russischen Valuta verteuerte er sich um bis zu 4,6 Prozent auf 64,55 Rubel.

„Die Währungen und die Anleihen befinden sich in einem Teufelskreis“, sagte David Hauner, Chef-Anlagestratege für Ost- und Mitteleuropa bei Bank of America Merrill Lynch. Dies gelte vor allem für die Ukraine, da der Wechselkursverfall die Furcht vor einem Schuldenschnitt schüre. Seit Anfang 2014 hat sich der Wert des Dollar zur Hrywnia mehr als verdreifacht.

Im Kampf gegen die Abwertung ihrer Währung verschärfte die ukrainische Zentralbank ihre Kapitalkontrollen. Die ab Mittwoch geltenden Bestimmungen verbieten es Banken unter anderem, Unternehmen für den Kauf von Devisen Kredite in Hrywnia zur Verfügung zu stellen. Börsianer zweifelten an der Wirksamkeit dieser Maßnahmen. "So lange der Krieg weitergeht, gibt es keinen Grund für eine Stabilisierung des Wechselkurses", sagte einer von ihnen.

Die Ukraine blies am Montag den geplanten Abzug schwerer Waffen aus den Kampfgebieten wegen angeblicher Angriffe pro-russischer Separatisten ab. Diese wiesen die Vorwürfe zurück. Der Waffenabzug ist ein wichtiger Baustein des Minsker Friedensabkommens.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Ercole Domenico

24.02.2015, 07:53 Uhr

Der Zauberlehrling Baroso hat misst gebaut und die Ukraine mit Hilfe von ukrainische Rechtradikale in diesen Schlamassel geführt und verführt. Jetzt hat er sich aus dem Staub gemacht und seinem Nachfolger (übrigens auch ein von Merkel durchgesetzter Recht-Ultra) die Sorgen und das Problem überlassen. Die Ukrainer werden noch einige Jahrzehnte dafür bluten müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×