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28.01.2013

20:02 Uhr

Nach eineinhalb Jahren

Griechenland hebt Verbot von Leerverkäufen auf

Eineinhalb Jahre waren Leerverkäufe von Aktien in Griechenland verboten, nun hat die Finanzaufsicht diese wieder erlaubt. Für die Aktien einer Branche gilt die Order jedoch weiter.

Eingangsbereich der Börse Athen: Leerverkäufe sind größtenteils wieder erlaubt. dpa

Eingangsbereich der Börse Athen: Leerverkäufe sind größtenteils wieder erlaubt.

AthenNach knapp eineinhalb Jahren hat Griechenland das Verbot von Aktien-Leerverkäufen weitgehend aufgehoben. Lediglich für Anteilsscheine von Banken gelte die Order zunächst bis zum 30. April weiter, teilte die Finanzmarktaufsicht am Montag mit. Seit Erlass im August 2011 wurde das Verbot mehrfach verlängert. Der Entscheidung muss die EU-Finanzmarktaufsicht ESMA noch zustimmen. Leerverkäufe werden für extreme Kursschwankungen verantwortlich gemacht und wurden deswegen zeitweise in mehreren europäischen Ländern verboten.

Bei diesen Geschäften wetten Investoren wie Hedgefonds auf fallende Kurse: Sie verkaufen Aktien, die sie nicht besitzen, und setzen darauf, sie später billiger zurückzuerwerben. Mit den Transaktionen können sich aber auch Firmen und andere Investoren gegen Kursrisiken absichern.

Von

rtr

Kommentare (3)

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mytwocents

28.01.2013, 21:05 Uhr

Liebes Handelsblatt,

auch wenn Griechenland (national) wieder Leerverkäufe erlaubt ist dies auch in Griechenland nach delegierter Verordnung der EU 236/2012 verboten. Dort werden EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet Leerverkäufe in Staatsanleihen, Aktien und CDS auf Staaten strafbewehrt zu verbieten. Gleiches ist in Deutschland Ende Oktober / Anfang November auch passiert, kurz nachdem am 01.11.2012 Gute Übersichten bietet die BaFin bzw. die ESMA auf deren jeweiligen Websites.

Viele Grüße

Traumschau

28.01.2013, 22:06 Uhr

@mytwocents
Sie mögen recht haben, aber wer zum Teufel hält sich noch an irgendwelche Gesetze oder Verordnungen?
Erlaubt und gemacht wird, was das Finanz- und Wirtschaftskartell will und sonst gar nichts.
Brüssel ist eine Konzernwirtschaft und wird mit Sicherheit in dieser Angelegenheit nichts unternehmen.
Wessen Interessen vertritt die griechische Administration?
Na die, die alle Regierungen in der Eurozone vertreten. Goldman Sachs und CO machen keine halben Sachen, oder?

Sio_x

29.01.2013, 04:56 Uhr

Leerverkäufe, CDS, CDO, jegliche Optionsscheine, Versicherungen an der Börse etc., sind die Perversion selbst. Damit schaufeln sich aber auch die Banken am Ende ihr Grab selber. Zum Glück.

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