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31.12.2013

10:50 Uhr

Nach einjähriger Pause

Chinas Börsenparkett ist wieder frei

Nach mehr als einem Jahr hat China wieder Börsengänge genehmigt, bei den Behörden liegen inzwischen etwa 500 Anträge vor. Dabei ist der Zeitpunkt nicht optimal: Die Aktienmärkte befinden sich in einem Abwärtstrend.

Händler in China: Drittes Minus binnen fünf Jahren. dpa

Händler in China: Drittes Minus binnen fünf Jahren.

Shanghai/HongkongChina genehmigt nach mehr als einem Jahr wieder Börsengänge. Fünf einheimische Firmen – Neway Valve, Truking Technology, Zhejiang Wolwo Pharma, Guangdong Qtong Education und Guangdong Xinbao Electrical Appliances Holdings – gaben am Dienstag die Zustimmung der Behörden für ihre IPOs bekannt. Die Notierungen finden an den Handelsplätzen in Shanghai oder Shenzhen statt.

China hatte im Oktober 2012 Börsengänge untersagt, um gegen Betrug vorzugehen und das Vertrauen in die einheimischen Märkte zu stärken. Inzwischen haben sich etwa 500 Anträge bei den Behörden angestaut. Diese haben für Januar den Abschluss des Verfahrens in 50 Fällen in Aussicht gestellt.

Doch das Börsenumfeld ist eher schwach. Im Gegensatz zu der Rekordjagd an vielen anderen Börsen rund um den Globus haben die chinesischen Aktienmärkte in diesem Jahr Verluste hinnehmen müssen. Zwar legten die führenden Indizes am letzten Handelstag 2013 nochmals zu: Der CSI300 stieg am Dienstag um 1,3 Prozent, der Markt in Shanghai ging mit einem Plus von 0,9 Prozent aus dem Handel. Über das Jahr büßten die beiden Leitindizes aber 7,6 beziehungsweise 6,7 Prozent ein.

Sie konnten damit nicht von der Geldflut der Zentralbanken im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute profitieren, die die Börsen in Europa, Japan und den USA von Rekord zu Rekord trieb. Vielmehr belasteten die Sorgen über die Abschwächung des rasanten Wachstums in China und die Folgen der staatlichen Reformpläne die Kurse. Es ist das dritte Bösenminus in China binnen fünf Jahren.

Die Börse in Taiwan blickt dagegen auf ihr bestes Jahr seit 2009 zurück. Sie gab zwar am Dienstag um 0,1 Prozent nach. Insgesamt stieg sie aber 2013 um zwölf Prozent, nachdem sie schon 2012 8,9 Prozent zulegen konnte. Dabei konnte der Markt dank seiner Schwergwichte aus der Elektronik-, Computer- und Chip-Branche kräftig von der allmählichen Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Analysten rechnen auch für 2014 mit einem Anstieg der Kurse wenn auch in abgeschwächtem Tempo.

Von

rtr

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