Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.06.2012

13:50 Uhr

Nach EU-Gipfel

Bund-Rendite klettert über 1,6 Prozent

Die Märkte haben auf die Nachtschicht beim EU-Gipfel reagiert. Die Renditen für Anleihen von Spanien und Italien sinken deutlich. Deutsche Papiere legen dafür auf mehr als 1,6 Prozent zu.

Spanien kann sich günstiger refinanzieren. dpa

Spanien kann sich günstiger refinanzieren.

Madrid/Rom/FrankfurtAn den Anleihemärkten sind die Kurse für Bundesanleihen und Treasuries unter Druck geraten. Dagegen verzeichneten zehnjährige Papiere aus Italien und Spanien markante Kursgewinne, die Renditen sanken in beiden Fällen zweistellig.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten um zehn Basispunkte höher bei 1,61 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future sank um 114 Basispunkte ab auf 140,57 Prozent.

Auf dem EU-Gipfel beschlossen die Regierungschefs, dass staatliche Gläubiger nicht mehr vorrangig sind. „Private Investoren haben jetzt eine relativ höhere Priorität“, sagte Bin Gao, Leiter Zinsresearch bei Bank of America Merrill Lynch in Hongkong. Das werde die Neigung bei Investoren verstärken, mehr Risiken zu akzeptieren, ergänzte Gao. Auch zehnjährige US-Treasuries waren unter Druck, die Rendite kletterte um sechs Basispunkte auf 1,64 Prozent.

Börseneuphorie: Finanzmärkte feiern Gipfel mit Kursfeuerwerken

Börseneuphorie

Finanzmärkte feiern mit Kursfeuerwerken

Europaweit gingen Finanzwerte durch die Decke. Die Gipfelbeschlüsse beflügelten.

Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen sank um 24 Basispunkte auf 5,95 Prozent, bei spanischen Papieren gleicher Laufzeit sackte die Rendite um 31 Basispunkte ab auf zuletzt 6,59 Prozent. Dagegen waren neben Bunds auch die Staatsanleihen der Niederlande und Finnlands erheblich unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen Papiere Finnlands stieg um neun Basispunkte auf zuletzt 1,96 Prozent, bei niederländischen Anleihen gleicher Laufzeit belief sich der Anstieg der Rendite auf zuletzt sieben Basispunkte. Die Rendite lag damit bei 2,14 Prozent.

Euro-Gipfel : Banken dürfen sich beim Rettungsfonds bedienen

Euro-Gipfel

Banken dürfen sich beim Rettungsfonds bedienen

Durchbruch in der Nacht: Einigung beim Euro-Gipfel in Brüssel.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich auf ihrem Gipfeltreffen in Brüssel auf Erleichterungen bei den Konditionen der Krisenkredite für die spanischen Banken geeinigt. Die EU-Hilfen werden gewährt, unter Verzicht auf den vorrangigen Gläubigerstatus bei Notkrediten an spanische Banken. Auch die Konditionen für etwaige Hilfen an Italien sind gelockert worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab ihren Widerstand dagegen auf. Damit steigt der Anreiz für private Geldgeber, Spanien weiter Geld zu verleihen.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

29.06.2012, 10:09 Uhr

Und um was wetten wir dass dieser tolle Kurs spätestens in den kommenden 2 Wochen wieder ein Ende haben wird und der ganze Mist wieder von vorne losgeht? ;) http://newsbote.com/brennpunkt/euro-gipfel-das-verbrechen-am-burger-oder-hurra-die-krise-wurde-gerettet/

Rene

29.06.2012, 10:22 Uhr

Nun geht die Scheiße los, dass die deutschen Zinsen wegen der Vergemeinschaftung von Schulden steigen.

Rene

29.06.2012, 10:22 Uhr

Man muß nicht wetten, wenn man Gewißheit hat!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×