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04.01.2013

10:15 Uhr

Nach Konjunkturdaten

Deutsche Bundesanleihen geben weiter nach

Daten aus dem deutschen Einzelhandel haben Bundesanleihen nachgeben lassen. Dort war der Umsatz stärker gestiegen als erwartet. Zusätzlich dürften Zahlen zum US-Arbeitsmarkt Impulse liefern.

Die Börse in Frankfurt. dpa

Die Börse in Frankfurt.

Die deutschen Bundesanleihen haben am Freitagmorgen nach Konjunkturdaten weiter nachgegeben.

Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland war im November stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich der saison- und inflationsbereinigte Umsatz im Einzelhandel um 1,2 Prozent, nach einem Minus von 1,3 Prozent im Oktober. Ökonomen hatten in einer Umfrage von Bloomberg News einen Anstieg um nur 0,8 Prozent vorausgesagt.

Weitere Impulse werden von den US-Arbeitsmarktzahlen für Dezember erwartet, die um 14.30 Uhr MEZ anstehen. In einer Umfrage von Bloomberg News rechnen die befragten Ökonomen mit einem Anstieg der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 7,7 Prozent verharren.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte höher bei 1,499 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um 29 Basispunkte auf 143,28 Prozent.

Zehnjährige Staatsanleihen von Italien und Spanien waren am Morgen kaum verändert. Die Renditen lagen bei 4,23 Prozent beziehungsweise 4,97 Prozent. Die zehnjährige Portugal-Rendite lag zuletzt drei Basispunkte höher bei 6,28 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen gab es den vierten Tag in Folge Kursverluste. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries stieg um einen Basispunkt auf nunmehr 1,93 Prozent.

“Ich bin pessimistisch, was die Treasuries angeht”, sagte Hajime Nagata, Vermögensverwalter bei Diam Co. in Tokio. “Es sieht so aus, als ob sich die US-Wirtschaft verbessert. Aktien werden wahrscheinlich besser abschneiden als Bonds.”

Bereits am Vortag war es zu deutlichen Kursverlusten bei den Treasuries gekommen. Aus dem Protokoll der Sitzung des zinspolitischen Offenmarktausschusses war bekannt geworden, dass die Notenbank Federal Reserve darüber diskutiert, ihre Anleihekäufe im Volumen von monatlich 85 Mrd. Dollar im Laufe dieses Jahres zu beenden.

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