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14.08.2013

11:51 Uhr

Nach Konjunkturzahlen

Bundesanleihen tendieren uneinheitlich

Anleger am Anleihemarkt fühlen sich hin- und hergerissen. Zunächst ging es für Bundesanleihen weiter abwärts, doch dann zogen sie wieder an. Neben Konjunkturdaten schauen Investoren auch auf das Verhalten der Fed.

Steht dem Anleihemarkt ein Sturm bevor? Anleger spekulieren weiter über den Ausstieg der Fed. dpa

Steht dem Anleihemarkt ein Sturm bevor? Anleger spekulieren weiter über den Ausstieg der Fed.

FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch zunächst die Kursverluste der beiden vorangegangenen Tage noch ausgebaut, die Rendite stieg bis auf 1,82 Prozent. Im Verlauf erholten sich die Papiere und wurden zuletzt auf dem Vortagsniveau gehandelt.

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge saisonbereinigt um 0,7 Prozent gewachsen, nach revidiert null Prozent Wachstum im ersten Quartal. Das übertraf die Erwartung der Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News von 0,6 Prozent Expansion.

In der Eurozone gab es erstmals seit sechs Quartalen wieder Wachstum. Das BIP stieg im zweiten Quartal saisonbereinigt um 0,3 Prozent nach einer Kontraktion um revidiert 0,3 Prozent im ersten Quartal. Das übertraf die Erwartung von Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News, die mit 0,2 Prozent Wachstum gerechnet hatten.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,81 Prozent auf einem Sieben-Wochen- Hoch. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um sechs Basispunkte auf 140,92 Prozent. Am Primärmarkt will Deutschland im Tagesverlauf zehnjährige Bundesanleihen im Volumen von 4 Mrd. Euro unterbringen.

Bei den Peripheriebonds sind die Kurse gestiegen. Zehnjährige spanische Anleihen rentierten bei 4,44 Prozent vier Basispunkte niedriger, italienische Bonds bei 4,20 Prozent drei Basispunkte tiefer.

Am Markt für US-Staatsanleihen haben die Kurse leicht zugelegt. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 2,71 Prozent einen Basispunkt niedriger.

In einer Umfrage von Bloomberg News gehen 65 Prozent der befragten 48 Ökonomen im Median davon aus, dass die US-Notenbank im September damit beginnt, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Anfänglich könnte das monatliche Kaufvolumen demnach von 85 Mrd. Dollar um 10 Mrd. Dollar verringert werden und Mitte 2014 dürften die Käufe eingestellt werden.

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