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18.07.2011

19:03 Uhr

Nach Lonza-Einkauf

Insider-Vorwurf gegen Schweizer Firmen

Die US-Börsenaufsicht ermittelt gegen drei Schweizer Firmen: Sie sollen sich mit "hoch profitbalen und verdächtigen" Aktien von Arch Chemicals eingedeckt haben - kurz bevor die Firma vom Konzern Lonza übernommen wurde.

Der Schweizer Konzern Lonza hat den US-Boizid-Hersteller Arch Chemicals übernommen. Quelle: picture-alliance/ dpaVerwendung nur in Deutschland

Der Schweizer Konzern Lonza hat den US-Boizid-Hersteller Arch Chemicals übernommen.

ZürichDie US-Börsenaufsicht SEC hat ein Verfahren wegen Insider-Handels gegen drei Firmen aus der Schweiz eingeleitet. Hintergrund ist die Übernahme des US-Biozid-Herstellers Arch Chemicals durch den Schweizer Lonza-Konzern, die vergangene Woche bekanntgegeben wurde.

Die SEC wirft den Unternehmen Chartwell Asset Management Services, Compania Internacional Financiera SA (CIF) und Coudree Capital Gestion SA vor, durch den Kauf von Arch-Aktien im Vorfeld der Bekanntgabe einen Gewinn in Höhe von mehreren Millionen Dollar eingestrichen zu haben. Die „hoch profitablen und verdächtigen“ Aktienkäufe der drei Firmen hätten auf nicht öffentlich zugänglichen Informationen im Zusammenhang mit der Übernahme basiert.

Chartwell wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Ein Anwalt von CIF und Coudree sagte, die Firmen würden sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. Arch wollte sich nicht äußern. Von Lonza war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die SEC verlangt, dass die Vermögen der drei Firmen eingefroren werden, Gewinne aus den Käufen zurückbezahlt und darüber hinaus Strafen gezahlt werden.

Die Arch-Aktien waren zwischen dem 1. und dem 8. Juli um mehr als 21 Prozent auf 42,17 Dollar hochgeschnellt. Der Schweizer Pharmaauftragshersteller hatte die 1,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme am 11. Juli bekanntgegeben.

Von

rtr

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