Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2015

11:10 Uhr

Nach starken BIP-Zahlen

Weniger Interesse an Bundesanleihen

Die Konsumlaune in Europa legt zu und Anleger schöpfen Hoffnung auf eine Lösung des griechischen Schuldenstreits. Sicherheit ist damit weniger gefragt. Anleger greifen deshalb bei griechischen Anleihen zu.

Deutsche Bundesanleihen sind bei Investoren am heutigen Handelstag weniger beliebt – dafür griechische umso mehr. dpa

Demonstration tragen Deutschlandfahnen

Deutsche Bundesanleihen sind bei Investoren am heutigen Handelstag weniger beliebt – dafür griechische umso mehr.

BerlinDeutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag nachgegeben. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um knapp zwei Basispunkte auf 0,33 Prozent. Der Terminkontrakt Bund- Future büßte zehn Basispunkte auf 159,00 Prozent ein.

Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal im Vergleich zu den drei Monaten davor um 0,7 Prozent gewachsen und damit deutlich stärker als Experten erwartet hatten. In einer Bloomberg-Umfrage hatten Volkswirte lediglich einen Zuwachs um 0,3 Prozent prognostiziert. Angetrieben wurde das Wachstum nicht zuletzt durch steigende Verbraucherausgaben.

Ausstehende Staatsanleihen ausgewählter Euro-Staaten

Italien

Volumen: 2280 Milliarden Euro, Anteil an Euro-Zone gesamt (inklusive Luxemburg, Malta und Estland): 25,3 Prozent
(Quelle: Bloomberg)

Frankreich

1935 Milliarden Euro, 21,5 Prozent der Euro-Zone

Deutschland

1365 Milliarden Euro, 15,2 Prozent der Euro-Zone

Spanien

1192 Milliarden Euro, 13,2 Prozent der Euro-Zone

Belgien

465 Milliarden Euro, 5,2 Prozent der Euro-Zone

Niederlande

439 Milliarden Euro, 4,9 Prozent der Euro-Zone

Griechenland

331 Milliarden Euro, 3,7 Prozent der Euro-Zone

Österreich

272 Milliarden Euro, 3,0 Prozent der Euro-Zone

Irland

239 Milliarden Euro, 2,7 Prozent der Euro-Zone

Portugal

230 Milliarden Euro, 2,6 Prozent der Euro-Zone

Finnland

115 Milliarden Euro, 1,3 Prozent der Euro-Zone

Slowakei

45 Milliarden Euro, 0,5 Prozent der Euro-Zone

Slowenien

39 Milliarden Euro, 0,4 Prozent der Euro-Zone

Zypern

18 Milliarden Euro, 0,2 Prozent der Euro-Zone

Litauen

17 Milliarden Euro, 0,2 Prozent der Euro-Zone

Klare Gewinne verzeichneten mit der Hoffnung auf eine Einigung in der Griechenland-Krise hingegen die Bonds aus der so genannten Euro-Peripherie. Die Rendite zehnjähriger Griechenland-Bonds sackte um 27 Basispunkte auf 9,44 Prozent ab, während vergleichbare Papiere aus Italien und Spanien um jeweils sechs Basispunkte niedriger rentierten bei 1,59 Prozent beziehungsweise 1,55 Prozent.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem haben sich im EU-Rat nach Teilnehmerangaben darauf verständigt, dass ab dem heutigen Freitag Experten der Troika gemeinsam mit Regierungsbeamten aus Athen die finanzielle Lage Griechenlands analysieren sollen. Auf Basis dieser Daten soll die Eurogruppe dann am Montag einen neuen Anlauf unternehmen, eine Lösung im Finanzstreit mit Griechenland zu erreichen.

Am Primärmarkt stehen heute keine maßgeblichen Emissionen an.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Noack

13.02.2015, 12:31 Uhr

Wie groß ist denn nun das Interesse an deutschen Bundesanleihen? Im Beitrag habe ich dazu nichts gefunden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×