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17.09.2013

16:49 Uhr

Nach ZEW-Index

Bundesanleihen fallen

Nach dem überraschend starken ZEW-Index sind die Bundesanleihen zurückgefallen. Der Index war auf 49,4 hochgeschnellt – für Marktteilnehmer ein Zeichen, dass die Wirtschaft Deutschlands weiter wächst.

Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentierten am Nachmittag einen Basispunkt höher bei mit 1,95 Prozent. dpa

Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentierten am Nachmittag einen Basispunkt höher bei mit 1,95 Prozent.

Zehnjährige Bundesanleihen sind am Dienstagmittag nach einem überraschend hohen ZEW-Index zurückgefallen. Der Index, der das Vertrauen der Investoren in Deutschland im September widerspiegelt, war auf 49,6 hochgeschnellt, den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Marktteilnehmer sehen darin ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft von Europas größter Volkswirtschaft weiter wächst, wodurch wiederum die Nachfrage nach sicheren Anlagen, wie Staatsanleihen, etwas nachlässt.

„Die Zahlen unterstreichen Erwartungen einer konjunkturellen Belebung in Deutschland. Dazu dürften unter anderem die robuste Binnenkonjunktur und freundliche Aktienmärkte beigetragen haben“, erklärte Ulrich Wortberg von der Helaba in einem Kommentar. „Die ZEW-Umfrage liefert eine positive Indikation für den ifo-Geschäftsklimaindex, der heute in einer Woche zur Veröffentlichung ansteht.“

Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentierten am Nachmittag einen Basispunkt höher bei mit 1,95 Prozent, nachdem sie am Vortag bis auf 1,92 Prozent zurückgefallen waren, das war der niedrigste Stand seit dem 3. September. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 18 Basispunkte abwärts auf 138,32 Prozent.

Die Rendite zehnjähriger US-Papiere sank um drei Basispunkte auf 2,84 Prozent. Es ist der fünfte Tag mit sinkenden Renditen in Folge. Die US-Verbraucherpreise sind im August im Vergleich zum Vormonat um lediglich 0,1 Prozent gestiegen und damit schwächer als Volkswirte erwartet hatten.

Im Vergleich zum Vorjahr ging es mit 1,5 Prozent ebenfalls weniger als erwartet aufwärts. „Die Inflation fällt weltweit geringer aus“, sagt Barra Sheridan aus dem Zinshandel der Bank of Montreal in London.

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