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20.09.2011

13:51 Uhr

Neue globale Initiative

Viele Verwalter legen verantwortlich an

VonSusanne Bergius

Auch in Deutschland unterschreiben mehr und mehr Fondsgesellschaften eine UN-Initiative zur Nachhaltigkeit.

Eine Fahne der Vereinten Nationen vor dem Verhandlungssaal der UN-Klimakonferenz (UNFCCC) in Bonn. dpa

Eine Fahne der Vereinten Nationen vor dem Verhandlungssaal der UN-Klimakonferenz (UNFCCC) in Bonn.

BerlinSieben der 20 größten deutschen Vermögensverwalter steuern die UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren (UN PRI) an. Bayern Invest und Dekabank prüfen die Unterzeichnung des Regelwerkes ebenso wie Allianz Global Investors (AGI). Das ergab eine Umfrage des „Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments“. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die Anbieter, bei der Wertpapieranalyse und dem Portfoliomanagement systematisch bestimmte Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Aspekte, kurz: ESG, einfließen zu lassen. Zudem müssen sie Wertpapieremittenten im Dialog zu verantwortlichen Handeln drängen.

Der globalen Initiative sind bisher 940 Institutionelle Investoren beigetreten, die 30 Billionen Dollar Vermögen verwalteten. Davon kommen jedoch nur 19 aus Deutschland – was für eine Volkswirtschaft, die so stark exportorientiert ist wie die deutsche, mager ist. Zum Vergleich: Frankreich zum Beispiel stellt 72 Unterzeichner, die Niederlande 55 und die Schweiz 49 Unterzeichner, aus Großbritannien kommen gar 123.

Für Beobachter ist das ein „Mysterium“ – dem die Umfrage unter den größten deutschen Vermögensverwaltern jedoch etwas auf die Spur kommt. Von den Befragten sind nur drei PRI-Mitglieder: Deutsche AM, Union Investment und seit diesem Jahr WestLB Mellon AM. Bei sieben weiteren sind die in- oder ausländische Muttergesellschaften dem Regelwerk beigetreten. So sind die Meag über die Munich Re und die LBBW Asset Management über die Landesbank zu den sechs Prinzipien verpflichtet. Generali trat im Mai 2011 bei, die Mütter von Axa IM, Blackrock Deutschland, HSBC Trinkaus und Pioneer schon vor Jahren.

Verantwortliches Investieren wird hierzulande somit viel stärker angewendet, als es die Unterzeichnerliste vermuten lässt. Das gilt auch für nicht explizit nachhaltig ausgerichteten Fonds und Mandate – zumindest, was die 20 größten Asset-Manager betrifft.

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