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28.03.2012

19:12 Uhr

Neue Staatsanleihen

Russland besorgt sich frische Geld

Russland hat über neue Staatsanleihen insgesamt sieben Milliarden Dollar eingesammelt. Das ist das höchste Volumen, mit dem ein Schwellenland in den vergangenen drei Jahren an den Markt gegangen ist.

Russland will bei der Anleihe-Auktion sieben Milliarden Dollar einnehmen. ap

Russland will bei der Anleihe-Auktion sieben Milliarden Dollar einnehmen.

MoskauRussland hat am Mittwoch dank guter Nachfrage erfolgreich Eurobonds im Volumen von sieben Milliarden Dollar begeben. Es war die größte Emission einer Fremdwährungsanleihe eines Schwellenlands seit 2000. Mit der Auktion erfüllte Russland bereits sein Ziel für das gesamte Jahr. Internationale Investoren griffen bei der Emission kräftig zu. Die Eurobonds waren mit Laufzeiten von fünf, zehn und 30 Jahren ausgestattet. Der Renditeaufschlag gegenüber vergleichbaren US-Anleihen betrug 230 bis 250 Basispunkte, sagten Finanzmarktteilnehmer. Eurobonds sind Anleihen mittlerer und längerer Laufzeit, die für den internationalen Kapitalmarkt platziert werden und von einem anderen Land emittiert werden als dem Staat, aus dem die Währung stammt, in der sie aufgelegt werden. Die Bezeichnung Eurobond steht in keinem Zusammenhang zu der Gemeinschaftswährung Euro.

Die niedrigen Refinanzierungskosten und die starke Nachfrage zeigten, dass Russland Vertrauen an den Märkten genieße, sagten Marktteilnehmer. Förderlich für das Land sind die hohen Erlöse durch den Anstieg des Rohölpreises, die die Staatskasse entlasten. Die Verschuldung der Regierung Russlands beträgt nur rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Nach Einschätzung von Experten ebnete Moskau mit der gelungenen Auktion auch die Tür für Konzerne, die nun ebenfalls Anleihen mit niedrigen Zinsen am Markt problemlos unterbringen dürften.

Zu den Konsortialführern zählten unter anderen Deutsche Bank, BNP Paribas und die russische Sberbank.

Von

rtr

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