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22.01.2014

16:41 Uhr

Neues Portfolio

Hedgefonds-Riese glaubt an Twitter

Twitter statt UBS heißt es bei Europas größter Hedgefonds-Firma, Lansdowne Partners. Das Unternehmen befürchtet Dividendenkürzungen bei der größten Schweizer Bank. In der Internetplattform sieht es dagegen Potenzial.

Europas größtes Hedgefonds-Unternehmen trennt sich von UBS-Papieren. Lieber kauft es Titel des Social Media-Dienstes Twitter dpa

Europas größtes Hedgefonds-Unternehmen trennt sich von UBS-Papieren. Lieber kauft es Titel des Social Media-Dienstes Twitter

Lansdowne Partners, Europas größte Hedgefonds-Firma mit dem Fokus auf die gezielte Auswahl von Aktien, hat im vierten Quartal Beteiligungen an UBS und Ryanair Holdings verkauft. Zudem erwarb die Firma Titel von Twitter. Das geht aus einem Brief an Investoren hervor, der Bloomberg News vorliegt.

Lansdowne stieß ein unbekanntes Volumen an UBS-Aktien im vierten Quartal ab - wegen „ernstem regulatorischen Gegenwind”, schrieben Daniel Avigad und Steven Heinz, die den European Long-Only Fund bei Lansdowne verwalten.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Die größte Schweizer Bank habe es mit einem „politischen und regulatorischen Umfeld in der Schweiz zu tun, welches einen vergoldeten Schweizer Leverage-Ratio von mindestens 6 Prozent verlangt”, hieß es weiter. „Eine solche Unsicherheit bei der Regulierung könnte ein früheres Bekenntnis zur Ausschüttung von Cash an die Aktionäre auf kurze und auf mittlere Sicht vor Herausforderungen stellen.”

UBS-Chef Sergio Ermotti hatte am 13. Januar im Interview mit Bloomberg Television erklärt, dass der Konzern die Common- Equity-Quote bis Ende 2014 auf 13 Prozent erhöhen wird. Das Unternehmen aus Zürich hat versprochen, bei Erreichung dieses Ziel damit zu beginnen, mehr als 50 Prozent der Gewinne als Dividenden auszuschütten.

Die Ryanair-Titel wurde wegen „negativer Schlagzeilen” verkauft, während Lansdowne Partners bei Twitter „immenses” Potenzial ausgemacht hat.

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