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04.01.2011

22:56 Uhr

New York

US-Börsen können sich nicht entscheiden

Konjunkturoptimismus hatte der Wall Street am Montag zum Start ins neue Handelsjahr noch solide Gewinne beschert. Doch am Dienstag zeigten sie keinen einheitlichen Trend. Während der Dow Jones leicht zulegte, schlossen S&P und Nasdaq im Minus.

Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten stehen im Fokus. dpa

Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten stehen im Fokus.

HB NEW YORK. An den New Yorker Aktienbörsen ist am zweiten Handelstag des Jahres die Zuversicht des Vortages abgeflaut. Nach einem freundlichen Start drehten die wichtigsten Indizes zunächst ins Minus und gingen schließlich uneinheitlich aus dem Handel. Zwar zehrte die Wall Street noch vom Konjunkturoptimismus, der die Aktienmärkte am ersten Handelstag des Jahres nach oben getriebel hatte.

Doch der fallende Ölpreis setzte Rohstoffwerte unter Druck. Auch Titel wie der Buchhändler Borders und der Supermarktbetreiber Supervalu lasteten auf den Börsen. Ein Lichtblick waren die in New York gehandelten Papiere des britischen Ölriesen BP. Übernahmephantasien trieben den Kurs nach oben. Das nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geschwächte Unternehmen gilt als leichte Beute.

Der Dow Jones beendete den Handel 0,2 Prozent fester bei 11.691 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab dagegen 0,1 Prozent auf 1270 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,4 Prozent schwächer bei 2681 Stellen. In Frankfurt folgte der Dax den US-Börsen ins Minus und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 6975 Punkten. Zuvor hatte der deutsche Leitindex noch über der Marke von 7000 Punkten notiert. Rohöl wurde gut zwei Prozent billiger zu 89,35 Dollar gehandelt.

Einen herben Dämpfer bekamen die US-Börsen von den beiden Supermarktketten Supervalu und Safeway. Morgan Stanley prognostizierte den Unternehmen Schwierigkeiten wegen steigender Lebensmittelkosten und stufte die Papiere herab. Supervalu-Aktien verloren 6,3 Prozent, Safeway-Anteilsscheine 3,8 Prozent. Abwärtsging es auch für Whole Foods Markets mit einem Minus von 3,4 Prozent. Die Aktien der Buchkette Borders gaben nach dem Abgang zweier Topmanager über zwölf Prozent nach.

Konjunkturoptimismus hatte der Wall Street am Montag zum Start ins neue Handelsjahr noch solide Gewinne beschert. Am Dienstag aber verdarb Morgan Stanley die gute Laune mit der Prognose, dass der S&P 2011 nachgeben werde. Zudem zeigten positive Signale aus der Industrie kaum Wirkung auf dem Börsenparkett. Die Auftragslage der US-Betriebe verbesserte sich im November überraschend.

Einen Einblick in den Autoabsatz bot die Opel-Mutter GM, die im vergangenen Jahr 21 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufte. GM-Papiere legten 2,2 Prozent zu. Ford steigerte den US-Absatz 2010 um 19 Prozent. Die Papiere notierten 0,7 Prozent fester.

BP-Aktien gewannen in New York 2,5 Prozent. Die Zeitung „Daily Mail“ berichtete, an BP sei der europäische Rivale Shell interessiert und könnte ein Gebot der Konkurrenz kontern. Auch der US-Konzern Exxon gilt als Interessent. Exxon-Papiere lagen 0,5 Prozent im Plus. Chevron verbilligte sich dagegen unter dem Eindruck des fallenden Ölpreises um 0,4 Prozent.

Die Aufspaltung des US-Handyherstellers Motorola in zwei unabhängige Firmen kam bei den Anlegern gut an: Die Aktien der auf Smartphones und TV spezialisierten Motorola Mobility legten an ihrem ersten offiziellen Handelstag um mehr als neun Prozent zu, während sich die Titel der auf Firmenkunden spezialisierten Motorola Solutions um gut sechs Prozent verteuerten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,09 Milliarden Aktien den Besitzer. 1103 Werte legten zu, 1889 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 844 im Plus, 1805 im Minus und 104 unverändert. An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 94-02/32. Sie rentierten mit 3,34 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 13/32 auf 97-05/32 und hatten eine Rendite von 4,42 Prozent.

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