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28.06.2017

00:03 Uhr

New Yorker Börse

Tech-Werte und Senat-Entschluss belasten US-Börsen

Die Entscheidung der Republikaner im US-Senat, das Votum zur Obamacare-Abschaffung zu verschieben, sorgte an der Wall Street für Unsicherheit. Die Indizes wurden zudem von schwachen Technologiewerten nach unten gezogen.

Investoren sorgen sich um die Technologiewerte. AP

Wall Street

Investoren sorgen sich um die Technologiewerte.

New YorkEin erneuter Kursrutsch bei Technologieaktien hat am Dienstag die US-Börsen mit nach unten gezogen. Investoren sorgten sich um die Bewertungen im Tech-Sektor, sagten Analysten. Zusätzlich belastet wurde die Wall Street von der Entscheidung der Republikaner im US-Senat, ihre Abstimmung über einen Rückbau der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama zu verschieben. Das Vorhaben gilt unter Investoren auch als Hinweis dafür, ob Obamas Nachfolger Donald Trump in der Lage ist, die mit Spannung erwartete Steuerreform umzusetzen.

Der Dollar fiel auf ein Zehn-Monats-Tief zum Euro. „Der Markt mag Sicherheit, und es gibt keine Sicherheit“, sagte Peter Costa, Präsident der Handelsfirma Empire Executions. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,5 Prozent tiefer bei rund 21.311 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,8 Prozent auf 2419 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,6 Prozent auf rund 6147 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax ein knappes Prozent schwächer auf 12.671 Punkten.

Im Fokus stand ferner ein Auftritt von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie sagte auf einer Veranstaltung in London, sie glaube nicht, dass es „zu unseren Lebzeiten“ noch einmal zu einer großen Finanzkrise kommen werde. Zudem bekräftigte sie, dass der Leitzins weiterhin nur schrittweise angehoben werden soll. Zu den Gewinnern zählten Finanzwerte, die im Schnitt 0,5 Prozent anzogen.

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An der Wall Street sackten T-Mobile US 3,4 Prozent ab. Hintergrund waren geplatzte Fusionsträume. Insidern zufolge startete Rivale Sprint exklusive Verhandlungen mit den Kabelfirmen Charter Communications und Comcast. Die Fusionsgespräche von Sprint mit T-Mobile lägen daher bis Ende Juli auf Eis. Sprint-Aktien legten 2,1 Prozent zu, Charter gaben 0,8 Prozent nach und Comcast 0,9 Prozent.

Die Papiere der Google-Mutter Alphabet verloren 2,5 Prozent. Die EU-Kommission hat dem Internetkonzern wegen Missbrauchs der Marktmacht die mit Abstand höchste Geldbuße gegen ein einzelnes Unternehmen aufgebrummt und droht mit weiteren Verfahren.

An der New Yorker Börse wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1011 Werte legten zu, 1911 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,17 Milliarden Aktien 960 im Plus, 1896 im Minus und 218 unverändert.

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An den US-Kreditmärkten gingen die Kurse nach unten. Experten erklärten dies mit Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi, der angesichts der Konjunkturerholung weitere Mini-Schritte in Richtung Eindämmung der Geldflut andeutete. Die zehnjährigen Staatsanleihen sanken 19/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 2,2 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 1-6/32 auf 105-1/32 und hatten eine Rendite von 2,75 Prozent.

Von

rtr

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