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02.05.2013

13:55 Uhr

Niedrigzinsen

Handel mit Bundeswertpapieren sinkt

Täglich wechseln Bundespapiere im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro ihren Besitzer. Und doch: Im Jahr 2012 ist das Handelsvolumen insgesamt rückläufig gewesen. Die meisten Käufer kommen aus Europa.

Die Finanzagentur des Bundes: 2012 ging das Handelsvolumen von Bundeswertpapieren zurück. dpa

Die Finanzagentur des Bundes: 2012 ging das Handelsvolumen von Bundeswertpapieren zurück.

BerlinDer Handel mit Bundeswertpapieren ist 2012 deutlich zurückgegangen. Das Volumen sank im Vergleich zum Rekordjahr 2011 um zwölf Prozent auf knapp 5,3 Billionen Euro, wie am Donnerstag aus Daten der mit dem Schuldenmanagement des Bundes betrauten Finanzagentur hervorging. Als Ursache dafür gelten die rekordtiefen Zinsen. Das Volumen entspricht aber immer noch fast dem Fünffachen dessen, was der Bund an Geldmarktpapieren und Staatsanleihen im Umlauf hat (1,1 Billionen Euro). „Der Markt für Bundeswertpapiere zählt zu den weltweit größten und liquidesten Märkten für Staatsanleihen“, sagte der Sprecher der Finanzagentur, Jörg Müller.

Täglich wechseln am Sekundärmarkt Bundespapiere im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro den Besitzer. Das tatsächliche Volumen liegt noch um ein Vielfaches darüber, weil in der Statistik nur die Geschäfte der 38 Bieterbanken erfasst werden, die an den Auktionen der Finanzagentur teilnehmen. Neben der hohen Kreditwürdigkeit gilt die hohe Liquidität als Hauptgrund dafür, warum der Bund so niedrige Zinsen zahlen muss. Investoren können Bundeswertpapiere am Markt jederzeit wieder loswerden und verzichten dafür im Gegenzug auf Rendite.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

„Anleihen des Bundes sind für viele Marktteilnehmer wichtige Absicherungsinstrumente und nicht in erster Linie Renditeinstrumente“, sagte Müller. Exotische Papiere aus kleinen Ländern wie Dänemark lassen sich dagegen nicht so leicht losschlagen, weil die Nachfrage viel geringer und der Markt damit kleiner ist.

Die verlässlichsten Dividendenzahler

Platz 15

Siemens
Dax
Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7
Jährliche Steigerung: 11,8 Prozent

Platz 14

Generali Deutschland

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 16,2 Prozent

Platz 13

Gerry Weber

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 17,6 Prozent

Platz 12

Henkel

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,1 Prozent

Platz 11

Grenkeleasing

SDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,3 Prozent

Platz 10

Linde

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,7 Prozent

Platz 9

BayWa

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 11,7 Prozent

Platz 8

Nürnberger Beteiligungs-AG

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 12,6 Prozent

Platz 7

Axel Springer

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 17,4 Prozent

Platz 6

Munich Re

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 21,1 Prozent

Platz 5

Fielmann

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 9

Jährliche Steigerung: 14,5 Prozent

Platz 4

Fresenius Medical

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 9,2 Prozent

Platz 3

Fresenius SE

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 11,9 Prozent

Platz 2

Fuchs Petrolub

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 25,0 Prozent

Platz 1

Stratec Biomedical

TecDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 40,8 Prozent

Quelle: DSW/dips, April 2013

Gekauft wurden die Bundeswertpapiere vor allem von Wertpapierhändlern (Broker): Sie erwarben etwa ein Drittel. Danach folgten Banken mit knapp einem Viertel, vor Vermögensverwaltern und Zentralbanken. 80 Prozent der Käufer kommen aus Europa. Die begehrtesten Papiere sind die zehnjährigen Bundesanleihen: Auf sie entfällt fast die Hälfte des gesamten Handels mit Bundeswertpapieren.

Von

rtr

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