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24.01.2008

07:36 Uhr

Nikkei folgt Dow ins Plus

Schnäppchenjagd an Asiens Börsen

Die asiatischen Börsen sind am Donnerstag der Wall Street ins Plus gefolgt. Gerüchte über bevorstehende Finanzspritzen für angeschlagene Anleiheversicherer sorgten Börsianern zufolge weiter für Entspannung an den Aktienmärkten. Es gebe die Hoffnung, dass hier schneller gehandelt werde als bei der Krise mit zweitklassigen Hypotheken, sagte Takashi Ushio von Marusan Securities. Zudem seien Investoren nach den kräftigen Kursverlusten seit Jahresbeginn auf Schäppchenjagd gegangen.

Asiens Märkte beruhigen sich - Zeit um die Verluste der Vergangenheit wieder wett zu machen. Foto: dpa

Asiens Märkte beruhigen sich - Zeit um die Verluste der Vergangenheit wieder wett zu machen. Foto: dpa

In Japan schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,1 Prozent höher auf 13 092 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index lag 2,8 Prozent im Plus bei 1284 Punkten. Positiv stimmte die Anleger in Japan außerdem, dass einige Abgeordnete der regierenden Liberaldemokratischen Partei eine Neuregelung bei der Besteuerung von Kapitalerträgen ins Gespräch brachten und die Notenbank zudem auffordern wollen, den Leitzins auf null zurückzuschrauben.

Gefragt waren neben Finanztiteln auch Exportwerte: Die Aktien des Kameraherstellers Canon verteuerten sich um 4,8 Prozent, die des Autobauers Toyota Motor um 2,8 Prozent.

Auf den Kauflisten der Börsianer standen auch die in der jüngsten Zeit gebeutelten Bankenwerte. Die Anteilsscheine des Branchenprimus Mitsubishi UFJ Financial sprangen um 7,5 Prozent in die Höhe. Auch Immobilienentwickler waren auf Grund der zuletzt gesunkenen Kurse sehr gesucht. Japans größter Immobilienentwickler Mitsui Fudosan verbuchte bei seinen Dividendenpapiere ein Plus von gut zehn Prozent.

Auch an den übrigen großen Handelsplätzen in Asien war die Stimmung positiv. Die Kursgewinne an den Börsen Shanghai, Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur bewegten sich zwischen einem und gut vier Prozent.

Der Euro präsentierte sich in Fernost etwas schwächer. Die Gemeinschaftswährung gab um 0,2 Prozent auf 1,4614 Dollar nach. Zum Yen notierte der Euro 0,4 Prozent tiefer bei 155,45 Yen. Der Dollar kostete 106,37 Yen und damit 0,3 Prozent weniger als noch im späten US-Handel. Händler machten dafür die anhaltenden Unsicherheiten über die Entwicklung an den Finanzmärkten weltweit verantwortlich. Man sei momentan vorsichtig und sehr schnell bereit, den Dollar zu verkaufen, sagten Marktteilnehmer.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch nach drastischen Kursgewinnen im späten Handel freundlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 2,5 Prozent fester. Der breiter gefasste S&P-500 legte 2,14 Prozent zu und der Technologieindex Nasdaq 1,05 Prozent.

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