Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.12.2011

07:58 Uhr

Nikkei

Tokioter Börse folgt der Wall Street nach oben

Die Sorgen um die europäische Schuldenkrise nehmen an der Tokioter Börse ab. Die Kurse steigen im Sog der Wall Street. Ein Unternehmen steht i m Zentrum besonderer Aufmerksamkeit.

Die japanische Aktienbörse folgt den positiven Vorgaben der Wall Street. dapd

Die japanische Aktienbörse folgt den positiven Vorgaben der Wall Street.

TokioDie Asien-Börsen sind den New Yorker Aktienmärkten am Mittwoch ins Plus gefolgt. Geringere Zinsen für spanische Anleihen sowie positive Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA sorgten auch in Fernost für gute Stimmung. Vor allem an den Börsen in Taiwan und Südkorea legten die Kurse kräftig zu. Der Tokioter Nikkei-Index erzielte ein Plus von eineinhalb Prozent. Die Anleger in Japan mussten im Verlauf des Handelstages die Einschätzung der japanischen Notenbank verkraften, dass die ersehnte Wirtschaftserholung unter dem Druck der Euro-Krise noch auf sich warten lassen wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,5 Prozent im Plus bei 8459 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ein Prozent auf 725 Punkte. Der südkoreanische Aktienmarkt legte 3,1 Prozent zu, während das wichtigste Börsenbarometer in Taiwan sogar 4,6 Prozent in die Höhe schoss. Auch die Aktienmärkte in Singapur und Hongkong verbuchten Gewinne. Die Börse in Shanghai gab dagegen leicht nach. In New York hatten Dow Jones, S&P-500 und Nasdaq am Vorabend jeweils um die drei Prozent zugelegt.

„In dieser Zeit reagieren die Märkte weltweit besonders sensibel auf Schlagzeilen“, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securitities. „Während der Handel dünn blieb, erreichten uns gute Nachrichten aus Europa und den USA.“ Dazu gehörten eine unerwartete Aufhellung des Geschäftsklimas in Deutschland sowie eine positive Entwicklung auf dem US-Immobilienmarkt.

Dagegen fielen die Nachrichten aus Japan nicht so gut aus: Die Exporte gingen dort im November um 4,5 Prozent zurück - so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr. Die Euro-Schuldenkrise macht dem Land nach Einschätzung seiner Zentralbank immer mehr zu schaffen. Den Leitzins beließ die Notenbank wie erwartet bei nahezu null Prozent.

Im positiven Marktumfeld griffen die Anleger vor allem bei Schwergewichten wie dem VW-Rivalen Toyota zu. Die Papiere des Auto-Riesen stiegen um 1,4 Prozent.

Um fast zehn Prozent in die Tiefe stürzten dagegen die Anteilsscheine des Energieunternehmens Tepco, dem das havarierte Atomkraftwerk Fukushima gehört. Einem Zeitungsbericht zufolge soll Tepco auf dem Weg der Übernahme von mehr als zwei Dritteln der Anteile durch die Regierung verstaatlicht werden.

Unter Druck geriet auch der Kamerahersteller Olympus Corp, der 1,4 Prozent billiger gehandelt wurden. Japanische Ermittler haben Geschäftsräume des Konzerns und Wohnungen früherer leitender Mitarbeiter durchsucht. Hintergrund ist der Bilanzskandal wegen eines Fehlbetrags von umgerechnet 826 Millionen Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×