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22.05.2015

16:31 Uhr

Noch in diesem Jahr

Online-Schmuckhändler Elumeo will an die Börse

Noch in diesem Jahr will der deutsch-thailändische Online-Schmuckhändler Elumeo an die Börse. Das Unternehmen hofft in Frankfurt 40 bis 60 Millionen Euro einzusammeln – Geld für eine „reine Wachstumsfinanzierung“.

Elumeo plant den Börsengang noch in diesem Jahr. dpa

Millionenschwere IPO

Elumeo plant den Börsengang noch in diesem Jahr.

FrankfurtDer Online-Schmuckhändler Elumeo will mit seinem Börsengang in Frankfurt 40 bis 60 Millionen Euro für die weitere Expansion einsammeln. Mit dem Geld will das 2008 gegründete, deutsch-thailändische Unternehmen die Produktion ausbauen und weitere Spartensender und Internet-Shops gründen.

„Das ist reine Wachstumsfinanzierung“, sagte Großaktionär und Verwaltungsratschef Wolfgang Boyé am Freitag. Er und seine thailändischen Partner wollten beim Börsengang ebenfalls Aktien abgeben. Insgesamt könnte die Emission damit etwas mehr als 100 Millionen Euro schwer werden. Der Börsenwert der Berliner Firma würde sich damit Finanzkreisen zufolge auf rund 250 Millionen Euro belaufen.

In der Regel dauert es von der offiziellen Ankündigung eines Börsengangs bis zur Erstnotiz etwa vier Wochen. Festgelegt hat sich Elumeo aber bisher nur auf einen Termin noch in diesem Jahr. Begleitet wird der Börsengang federführend von der Societe Generale und der Baader Bank.

Elumeo verkauft unter anderem über den eigenen TV-Sender „Juwelo TV“, über das Internet und am Telefon Edelsteinschmuck unter den Marken Juwelo, Amayani und Rocks & Co. vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Produziert wird der Modeschmuck in einer eigenen Fabrik in Chanthaburi in Thailand. Eine weitere Fabrik sei dort gerade im Bau, sagte Boyé. Von dort wird die Ware per Flugzeug nach Europa geschafft. Im Schnitt werden die Schmuckstücke für gut 80 Euro verkauft.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

2014 setzte Elumeo nach eigenen Angaben rund 71 Millionen Euro um, im ersten Quartal 2015 waren es knapp 20 Millionen. Die Firma mit rund 1100 Mitarbeitern ist operativ profitabel. Bisher habe sich Elumeo, mit einem Startkapital von vier Millionen Euro gegründet, immer aus den flüssigen Mitteln finanziert, sagte Boyé.

Von

rtr

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