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04.04.2013

21:27 Uhr

Öffnung der Börse

Saudischer Prinz will Investoren anlocken

Der saudische Multimilliardär Prinz Alwaleed hat sich für eine Abschaffung der Restriktionen gegen ausländische Investoren an der saudi-arabischen Börse ausgesprochen. Der Markt könne sehr viel Kapital anziehen.

Der saudische Milliardär Prinz Alwaleed fordert eine Öffnung der Börse für ausländische Investoren. Reuters

Der saudische Milliardär Prinz Alwaleed fordert eine Öffnung der Börse für ausländische Investoren.

RiadSaudi-Arabien sollte nach Aussage des saudischen Multimilliardärs Prinz Alwaleed bin Talal seinen Aktienmarkt für ausländische Investoren öffnen. Spekulative Kapitalbewegungen über die Grenzen der größten Volkswirtschaft im arabischen Raum hinweg können seiner Meinung nach durch Regulierungsmaßnahmen eingedämmt werden.

“Effektive Maßnahmen müssen eingeleitet werden, um Anleger aus allen Staaten dazu einzuladen, in Saudi-Arabien zu investieren”, sagte Alwaleed am späten Dienstagabend im Interview mit dem Fernsehsender Rotana Khalijiah. “Natürlich steht zu befürchten, dass die zu so genanntem 'heißen Geld' führen wird, das schnell in den Markt gelangt und ihn schnell wieder verlässt, aber wir können Vorschriften erlassen, um das zu kontrollieren.”

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Internationale Banken stärken ihre Präsenz in Saudi- Arabien, weil Investoren einen besseren Zugang zu der größeren Börse der arabischen Welt und der schnell wachsenden Wirtschaft des Landes anstreben. Ausländische Direktinvestments in saudische Aktien könnten im Falle einer Öffnung bis zu 30 Mrd. Dollar an Kapitalzuflüssen anziehen, sagte John Burbank, Gründer des Hedgefonds Passport Capital LLC in San Francisco, am 7. Februar.

Saudi-Arabien hatte im vergangenen Jahr angekündigt, seinen Aktienmarkt schrittweise zu öffnen. Derzeit erlaubt das Königreich Ausländern, die nicht in den sechs Ländern des Golf- Kooperationsrats ansässig sind, lediglich Investments über Aktien-Swaps sowie über börsennotierte Fonds (ETFs).

Eine Lockerung der Auflagen für ausländische Investments am 392 Mrd. Dollar schweren Aktienmarkt des Landes könnte den Einfluss der Privatanleger mindern, sagte Jamal Alkishi, Chef von Deutsche Securities Saudi Arabia, am 11. Februar in einem Interview in Riad.

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Saudi-Arabien “sollte weniger abhängig” von Privatinvestoren werden, erklärte Alwaleed. In dem Land auf der Arabischen Halbinsel werden 95 Prozent des Handels von Privatanlegern getätigt, die übrigen fünf Prozent entfallen auf institutionelle Investoren. In Amerika und Europa sei es genau umgekehrt, fügte der saudische Prinz hinzu.

Der saudische Leitindex hat im vergangenen Jahr 10 Prozent verloren, während Dubais DFM General Index in demselben Zeitraum um 8,6 Prozent zulegte. Das Königreich weist nach Katar die zweithöchste Wachstumsrate am Persischen Golf auf. Von Bloomberg News befragte Ökonomen rechnen für dieses Jahr mit einem Wachstum in Saudi-Arabien von 4,2 Prozent.

Kommentare (2)

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Aktionar

04.04.2013, 21:47 Uhr

Ist doch mein reden, Asia ist man als Investor willkommen
Und in EU Land hat man als Schuldner Narren Freiheit

Sollte doch klar sein, wie man sich verhalten sollte, oder ?

Charly

04.04.2013, 22:02 Uhr

Nein Danke, in Steinzeit-Staaten investiert man nicht.
Es reicht schon, wenn die EUdSSR ins Mittelalter zurück fällt.

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