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31.10.2013

14:14 Uhr

Ölkonzern OGX ist pleite

Größtes Bonds-Debakel in Südamerika

Es ist das größte Unternehmens-Bonds-Debakel der Geschichte Südamerikas: Der brasilianische Ölkonzern OGX ist pleite und hat nun Gläubigerschutz beantragt. Damit tritt bei Dollar-dominierten Anleihen ein Ausfall ein.

Das Hauptgebäude von OGX in Rio de Janeiro. Der Absturz des Unternehmens dauerte 16 Monate. AFP

Das Hauptgebäude von OGX in Rio de Janeiro. Der Absturz des Unternehmens dauerte 16 Monate.

Der brasilianische Ölkonzern OGX Petroleo & Gas Participacoes hat in der Nacht zum Donnerstag Gläubigerschutz beantragt. Mit dem Antrag tritt bei Dollar-denominierten Anleihen im Volumen von 3,6 Milliarden Dollar ein Ausfall ein. Es ist das größte Unternehmens-Bonds-Debakel der Geschichte Südamerikas. Der Absturz des Unternehmens, welches Eike Batista einst zum reichsten Mann von Brasilien gemachte hatte, dauerte 16 Monate an. Dabei wurden über 30 Milliarden Dollar des Privatvermögens von Batista zunichte gemacht.

OGX hat die nötigen Unterlagen für den Gläubigerschutz am Mittwoch Ortszeit beim zuständigen Gericht in Rio de Janeiro eingereicht. Das erklärte Sergio Bermudes, ein Anwalt von Batista, per Telefon gegenüber Bloomberg News. Ein Vertreter der OGX-Pressestelle wollte keinen Kommentar abgeben.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Der 56-jährige Batista war Anfang der 1980er Jahre von Europa in seine Heimat Brasilien zurückgekehrt. Er startet mit einer Goldmine. Dann baute er sein Imperium aus. Ab 2006 brachte er insgesamt sechs Konzerne an die Börse. Im März 2012 lag sein Vermögen bei 34,5 Milliarden Dollar. Nach steigenden Verlusten und verpassten Zielen verlor Batista das Vertrauen von Investoren - und sein Imperium begann, in sich zusammenzubrechen.

Mit dem Gläubigerschutz riskiert OGX, dass die Öl-Aufsicht des Landes die 30 Öl- und Erdgaslizenzen des Unternehmens in Brasilien aufhebt. Das erklärte die Anwaltskanzlei TozziniFreire Advogados aus Sao Paulo, die Kunden in der Ölbranche hat.

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