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05.03.2011

13:35 Uhr

Ölpreis

Wall Street blickt mit Sorge nach Libyen

Der Ölpreis treibt Investoren an der Wall Street um: Die Lage in Nordafrika und der seit Januar rasant gestiegene Ölpreis stehen in der neuen Woche im Mittelpunkt des Interesses an der Wall Street.

Händler an der New Yorker Wall Street. Die Sorge um den Ölpreis treibt die Anleger um. Quelle: dapd

Händler an der New Yorker Wall Street. Die Sorge um den Ölpreis treibt die Anleger um.

Trotz der Unruhen zeigen sich die Aktienmärkte erstaunlich robust. So liegt der Index S&P 500 seit seinem Dreijahreshoch Ende Februar nur zwei Prozent niedriger. Am Freitag beunruhigten die Kämpfe in Libyen sowie Proteste in Bahrain, Saudi-Arabien und dem Jemen Investoren. Auf der anderen Seite nähren Arbeitsmarktdaten aus den USA die Hoffnung, dass sich die Wirtschaft erholt und auch dann wächst, wenn die Notenbank Fed die Märkte nicht mehr mit Geld flutet.

Einige Hedgefonds setzen derzeit auf gegensätzliche Bewegungen von Ölpreis und Aktienkursen. Andere Investoren stecken mehr Geld in Energietitel und verkaufen Aktien, die sie als überbewertet einschätzen. So setzt Portfoliomanager Zahid Siddique vom Gabelli Equity Trust nach eigenen Worten auf Werte wie Suncor Energy, Marathon Oil und Exxon Mobil. Dagegen hält er die Maschinenbauer Deere und Caterpillar für zu teuer.

Sollte der Ölpreis steigen, könnten auch andere Branchen verwundbar werden. Analyst Barry Knapp von Barclays Capital etwa stufte kürzlich den Sektor nicht unbedingt lebensnotwendiger Konsumgüter herunter. Dazu zählen Autofirmen, Hersteller hochwertiger Bekleidung und anderer Luxusgüter oder Hotels.

Obwohl Knapp nach eigenen Worten an eine stärkere Wirtschaft glaubt, sieht er die Aussichten für diese Branche wenig rosig.

Der gestiegene Ölpreis sei aber nicht so hoch, um der Wirtschaft den Schwung zu nehmen, sagt der Analyst.

Die Hoffnungen der Investoren richten sich vor allem auf die Konsumenten in den USA. Ob sie berechtigt sind, könnte sich am Freitag zeigen, wenn Daten zum Verbrauchervertrauen und Konsumzahlen veröffentlicht werden. Von Reuters befragte Analysten gehen davon aus, dass das Vertrauen im März etwas sinkt. Jedes Anzeichen, dass die Verbraucher empfindlicher auf steigende Energiekosten reagieren, könnte für Investoren ein Warnsignal sein.

In der vergangenen Woche hatten sich die wichtigen Indizes in den USA wenig verändert gezeigt. So stieg der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent. Nasdaq und S&P schlossen beide 0,1 Prozent im Plus.

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