Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2011

19:43 Uhr

Osteuropa-Börsen

Europäische Schuldenkrise drückt Stimmung

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Börsianer verwiesen auf das negative Marktumfeld in ganz Europa.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Börsianer verwiesen auf das negative Marktumfeld in ganz Europa. Wie an anderen europäischen Börsen auch gerieten angesichts der Sorgen um die Schuldenkrise in Europa vor allem Finanztitel unter Druck.

In Warschau verlor der Leitindex WIG-20 am Ende 0,88 Prozent auf 2 658,30 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index büßte 1,00 Prozent auf 46 383,74 Punkte ein.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien des Versicherers PZU, die sich um 2,65 Prozent auf 341,70 Polnische Zloty verbilligten. BRE Bank verloren 1,38 Prozent auf 285 Zloty und ING Bank Slaski sackten um 2,83 Prozent auf 874,5 Zloty ab.

Dagegen profitierten die PKO-Titel von einem positiven Analystenkommentar. Die Experten der Unicredit hatten ihr Kursziel für die Papiere von 48,00 auf 49,00 Zloty angehoben und waren bei einem "Hold"-Votum geblieben. PKO-Anteilsscheinen brachte das gegen den Trend ein Plus von 0,60 Prozent auf 40,49 Zloty. Die Papiere des Ölunternehmens Polski Koncern Naftowy Orlen verloren derweil 1,74 Prozent auf 44,52 Zloty, obwohl die Analysten von Morgan Stanley das Kursziel um zwölf Prozent auf 46 Zloty erhöht hatten.

Angesichts rückläufiger Kupferpreise sanken Kghm Polska Miedz um 1,23 Prozent auf 160,50 Zloty.

Ein noch negativeres Bild zeigte sich an der Prager Börse, hier sank der Leitindex PX um 2,29 Prozent auf 1 214,80 Punkte.

Die Titel des Schwergewichtes Erste Group Bank sackten um 3,63 Prozent auf 827,80 Tschechische Kronen ab. Komercni Banka verloren 1,04 Prozent auf 4 300 Kronen. Auch eine Kurszielerhöhung durch die Unicredit von 4 250 auf 5 000 Kronen konnte dies nicht verhindern.

Unter den wichtigsten Titeln konnten lediglich Philip Morris zulegen, und zwar um 0,44 Prozent auf 10 295 Kronen. Deutlich im Minus schlossen Ceske Energeticke Zavody (CEZ) mit einem Abschlag von 2,62 Prozent auf 817,00 Kronen. Die Papiere des Kohleunternehmens NWR rutschten um 4,55 Prozent auf 291,60 Kronen ab. Cetv verloren 2,23 Prozent auf 381,20 Kronen.

Der ungarische Leitindex Bux ging in Budapest mit einem Minus von 0,53 Prozent bei 22 153,63 Punkten aus dem Handel.

Gegen die negative Grundstimmung stemmten sich die Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) . Die Aktien des ungarischen Ölunternehmens profitierten von höheren Rohölnotierungen und legten um 0,69 Prozent auf 21 650 Forint zu. Ein Leck in einer wichtigen Öl-Pipeline im US-Bundesstaat Alaska hatte die Preise für Rohöl an den Weltmärkten kräftig klettern lassen.

Die Anteilsscheine der FHB Land Credit & Mortgage Bank büßten 0,10 Prozent auf 977 Ungarische Forint ein. OTP Bank mussten einen Abschlag von 1,15 Prozent auf 5 229 Forint hinnehmen. Auf diesen Titeln lastete neben den Sorgen um die europäische Schuldenkrise noch eine Senkung des Kursziels durch die Unicredit von 6 500 auf 6 000 Forint. Allerdings hatten die Experten der italienischen Großbank ihre Kaufempfehlung beibehalten.

Derweil schlossen Mtelekom prozentual unverändert bei 549 Forint und die Aktien des Pharmakonzerns Richter Gedeon sackten um 1,76 Prozent auf 43 500 Forint ab.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×