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13.01.2011

18:52 Uhr

Osteuropa-Börsen

Uneinheitliche Stimmung

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während Prag und Warschau zulegen konnten, musste Budapest Abschläge hinnehmen.

dpa-afx/apa PRAG/WARSCHAU/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während Prag und Warschau zulegen konnten, musste Budapest Abschläge hinnehmen.

In Prag legte der PX um 0,23 Prozent auf 1 247,00 Punkte zu. Unterstützt wurde die Stimmung Händlern zufolge von den erfolgreich verlaufenen Anleihenauktionen in Italien und Spanien. Nachdem am Vortag bereits Portugal Anleihen begeben hatte, haben damit zwei weitere als mögliche Problemländer gehandelte Emittenten erfolgreichen Anleihen platziert. Die Angst vor einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Eurozone habe in Folge gemildert werden können, hieß es.

Bankwerte gehörten zu den Gewinnern. So legten Komercni Banka um 1,22 Prozent auf 4 494 Tschechische Kronen zu. Erste Group Bank gewannen 0,87 Prozent auf 857 Kronen. Auch an anderen Börsen in Europa hatten Bankwerte zulegen können.

Belastet wurde der Prager Markt von den Verlusten von New World Resources (minus 1,58 Prozent auf 299,7 Kronen). Größere Verluste gab es auch bei Central European Media (minus 3,29 Prozent auf 364,6 Kronen) und KIT Digital (minus 1,64 Prozent auf 300 Kronen).

Eine neue Analystenempfehlung gab es zum Versorger Ceske Energeticke Zavody (CEZ) . Die Analysten von Goldman Sachs hatten ihre Empfehlung für die Aktien von "buy" auf "neutral" gesenkt. CEZ-Aktien schlossen mit einem winzigen Minus von 0,1 Punkten auf 835 Kronen.

In Budapest fiel der Bux um 0,42 Prozent auf 22 389,56 Zähler. Händler führten die Abgaben auf durchwachsen ausgefallene US-Konjunkturdaten zurück.

Schwach zeigten sich unter den BUX-Schwergewichten Mol . Die Titel rutschten um 1,22 Prozent auf 21 900 Ungarische Forint ab. Magyar Telekom verloren 0,91 Prozent auf 546 Forint.

Richter Gedeon beendeten den Handel nach einer Unternehmensmitteilung knapp behauptet mit einem Minus von 0,02 Prozent bei 43 240 Forint. Die norwegische Skagen hat demnach ihren Anteil an Richter von 4,98 auf 5,2 Prozent erhöht.

Econet gewannen 1,12 Prozent auf 90 Forint. Unter den weiteren Gewinnern fanden sich OTP Bank mit einem Plus von 0,37 Prozent auf 5 370 Forint.

In Warschau gewann der Wig-20 0,23 Prozent auf 2 725,48 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index stieg um 0,21 Prozent auf 47 447,03 Punkte.

An der Spitze des Wig-20 gewannen die PGE 3,11 Prozent auf 23,20 Polnische Zloty. Die Wertpapieranalysten von Goldman Sachs hatten die Anlageempfehlung für die Titel des Versorgers von "neutral" auf "buy" nach oben gesetzt.

Zu den Aktien des Kupfergiganten Kghm Polska Miedz hatten sich die Analysten der Credit Suisse zu Wort gemeldet. Sie stuften die Titel von "underperform" auf "neutral" hoch und hoben das Kursziel von 126 auf 165 Zloty. Die Experten verwiesen in ihrem Kommentar auf ihren positiven Ausblick auf die Preisentwicklung bei Kupfer. Sie erwarten einen Spitzenpreis von 11 000 Dollar je Tonne zwischen dem vierten Quartal 2011 und dem ersten Quartal 2012. Zu Handelsschluss notierten die Kghm-Aktien mit einem Plus von 1,01 Prozent bei 180 Zloty.

Die polnische BRE Bank möchte für das Jahr 2010 zumindest eine symbolische Dividende ausschütten, hatte die Tageszeitung "Parkiet" berichtet. Das Geldinstitut hat schon mehrere Jahre keine Ausschüttung an die Aktionäre mehr getätigt. Der Vorstand erwartet laut der Zeitung zudem einen Gewinnanstieg für das Jahr 2011. Die Anteile gingen in Warschau mit einem Abschlag von 0,14 Prozent bei 293,50 Zloty aus dem Handel.

Auch die Aktien von Eurocash konnten vor dem Hintergrund einer aktuellen Analysteneinstufung kräftig zulegen - der Aufschlag belief sich auf 7,77 Prozent auf 23,20 Zloty. Die Wertpapierspezialisten der Erste Group hatten ihr Votum von "Hold" auf "Buy" herauf gestuft und ein Zwölfmonatskursziel von 37,00 Zloty ausgegeben.

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