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31.01.2011

19:12 Uhr

Osteuropäische Börsen

Nur Prag rettet sich ins Plus

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Nach einem schwächeren Auftakt konnte sich einzig der Prager Leitindex PX im Sog einer positiven Entwicklung an den US-Börsen doch noch ins Plus retten.

HB PRAG/WARSCHAU/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Nach einem schwächeren Auftakt konnte sich einzig der Prager Leitindex PX im Sog einer positiven Entwicklung an den US-Börsen doch noch ins Plus retten. Die Unruhen in Ägypten hatten das Stimmungsbild zum Auftakt noch deutlich eingetrübt und sorgten vor allem in Budapest bis zuletzt für Verluste.

Kursgewinne gab es in einzig Prag, wo der Leitindex PX 0,82 Prozent auf 1 236,90 Einheiten zulegte. Unter den Einzelwerten stiegen die am Freitag noch sehr schwachen Aktien des Kohleunternehmens NWR um 2,11 Prozent auf 285,90 Tschechische Kronen, obwohl die Analysten von KBC Securities die Papiere abstuften. Die Experten begründeten das neue "Hold"-Votum mit einer verglichen mit dem Sektor jüngst besseren Kursentwicklung und bezweifelten, dass die gestiegenen Kohlepreise vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. CEZ-Papiere schlossen mit einem Kursgewinn von 1,90 Prozent auf 833,00 Kronen. Am Markt kursierten Gerüchte über mögliche Anteilsverkäufe des Energieunternehmens in der Türkei. Erste Group gewannen 1,86 Prozent auf 886,20 Kronen hinzu. Titel des Wettbewerbers Komercni Banka dagegen verloren 1,84 Prozent auf 4 211,0 Kronen. Unter den weiteren Schwergewichten konnten Telefonica O2 um 1,0 Prozent auf 404,0 Kronen zulegen.

Klar im Minus schloss dagegen die Budapester Börse, wo der Leitindex Bux um 0,62 Prozent auf 22 709,35 Punkte nachgab. Die Schwäche am ungarischen Markt vom Freitag habe sich damit auch zu Beginn der neuen Handelswoche fortgesetzt, sagten Händler. Leicht erholen konnten sich nach den jüngsten Rückgängen aber die Pharmatitel. Egis verbuchten ein Kursplus von 1,41 Prozent auf 21 500 Ungarische Forint und Richter Gedeon stiegen um 0,81 Prozent auf 42 450 Forint. Papiere des Ölkonzerns Mol lagen am Ende moderat mit 0,02 Prozent bei 22 350 Forint im Plus. Kursverluste gab es indes vor allem im Bankensektor. FHB büßten 1,0 Prozent auf 990 Forint ein und OTP gaben gar um 1,66 Prozent auf 5 565 Forint nach. Unter den übrigen Schwergewichten rutschten Magyar Telekom um deutliche 2,16 Prozent auf 541 Forint ab.

In Warschau kamen die Indizes unterdessen kaum von der Stelle. Der polnische Leitindex WIG-20 ging prozentual unverändert bei 2 704,86 Punkten aus dem Handel, der breiter gefasste Wig-Index sank indes aber um 0,14 Prozent auf 47 156,76 Punkte. Aktien von Telekomunikacja Polska schlossen 0,30 Prozent höher bei 16,80 Polnischen Zloty, nachdem die Analysten von KBC Securities die Papiere auf "Buy" hochgestuft hatten. Begründet wurde dies mit der jüngsten Kursschwäche des Telekomunternehmens. Aktien von Grupa Lotos erlitten dagegen ein Minus von 1,32 Prozent auf 41,25 Zloty. Das Ölunternehmen visiert für das laufende Jahr einen Nettogewinn von einer Milliarde Zloty an, was die Experten von KBC Securities eher als wünschenswertes Ergebnis denn als passendes Unternehmensziel werteten. Kety-Chef Dariusz Mako sprach in einem Interview von einen erwarteten Anstieg des Nettogewinns zwischen fünf und zehn Prozent, was Analysten konservativ auslegten. Die Titel des Aluminiumunternehmens stiegen um 0,95 Prozent auf 127 Zloty.

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