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25.01.2010

19:10 Uhr

Osteuropäische Börsen

Ost-Börsen legen zu

Nach dem jüngsten Kursrutsch konnten die osteuropäischen Börsen gegen den Trend zulegen. Vor allem in Prag und Budapest waren die Anleger zufrieden.

WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) - In Osteuropa haben sich die Börsen am Montag etwas von ihrem jüngsten Kursrutsch erholen können. In Warschau legte der WIG-20 um 0,42 Prozent auf 2 417 Zähler zu, nachdem er zum Wochenschluss um mehr als zweieinhalb Prozent gefallen war. Der breiter gefasste Wig-Index gewann moderate 0,11 Prozent auf 40.510,33 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 1,53 (Freitag: 2,15) Milliarden Zloty.

Von Unternehmensseite rückten vor allem Analysteneinschätzungen in den Blickpunkt. Die Aktien von PGNiG - Polens führendem Gasunternehmen - wurden von den Experten von ING von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, was den Kurs um 0,29 Prozent auf 34,0 Zloty steigen ließ. Nach einer Kurszielanhebung gingen Polski Koncern Naftowy Orlen bei 34,60 Zloty um 3,85 Prozent fester aus dem Handel. Die Experten der Credit Suisse erhöhten ihr Kursziel für das Ölunternehmen um 16 Prozent auf 28,35 Zloty. Das Anlagevotum "Underperform" wurde hingegen unverändert belassen.

An der Prager Börse gewann der Leitindex PX 0,95 Prozent auf 1 194 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich auf 1,13 (Freitag: 2,39) Milliarden tschechische Kronen.

Unternehmensnachrichten lagen in Tschechien kaum vor. In freundlicher Verfassung präsentierten sich europaweit die Bankentitel. Erste Group Bank zogen um 1,65 Prozent auf 753,50 Kronen an. Zum Wochenschluss waren die Titel um mehr als vier Prozent abgesackt. Komercni Banka befestigten sich um 0,31 Prozent auf 3 882 Kronen.

Mit höheren Notierungen zeigten sich auch Werte aus dem Energiebereich. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) legten um 0,30 Prozent auf 915,70 Kronen zu und Unipetrol gewannen 0,87 Prozent auf 145,75 Kronen.

Der Budapester Leitindex Bux legte um 0,99 Prozent auf 21.880,91 Zähler zu. Insgesamt wurden Aktien für 13,75 (Freitag: 34,56) Milliarden Forint gehandelt. Marktteilnehmer sprachen von einer leichten Erholung zum Wochenstart nach den starken Kursverlusten am Freitag. Zudem senkte die Ungarische Notenbank (MNB) den Leitzins um 25 Basispunkte auf 6 Prozent. So niedrig war der ungarische Leitzins zuletzt von September 2005 bis Juni 2006. Laut Analystenprognosen könnte der Leitzins in Ungarn bis Ende 2010 auf 5,5 Prozent fallen.

Zuletzt hatte die ungarische Notenbank den Leitzins am 21. Dezember um 25 Basispunkte gesenkt. Im Oktober 2008 war der Leitzins von 8,5 auf 11,5 Prozent erhöht worden, um dem Kursverfall der Landeswährung Forint entgegen zu wirken. Nach der Stabilisierung Ungarns durch einen 20-Milliarden-Euro-Kredit vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union begann die Notenbank, die Leitzinsen schrittweise zu senken.

Unter den ungarischen Blue Chips präsentierten sich zum Wochenbeginn MTelekom gesucht und verteuerten sich um 1,55 Prozent auf 717 Forint. OTP Bank gewannen 1,33 Prozent auf 5.903 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) gaben hingegen leicht um 0,44 Prozent auf 17.920 Forint nach.

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