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29.01.2010

19:20 Uhr

Osteuropäische Börsen

Osteuropäische Börsen legen zu, Prag verliert

Fast alle Osteuropäischen Börsen gehen mit Gewinnen aus der Woche. Nur Prag verliert. Die tschechische Wirtschaft ist 2009 nach Schätzung des Finanzministeriums um vier Prozent zurückgegangenen.

Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Nur Prager Börse verliert=

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Freitag in einem freundlichen Umfeld mehrheitlich höher geschlossen. Lediglich die Prager Börse musste Abschläge hinnehmen. Ein starkes US-BIP-Wachstum im abgelaufenen Quartal trieb die Aktienkurse an der Wall Street und auch europaweit in die Höhe.

An der Warschauer Börse stieg der WIG-20 um 0,83 Prozent auf 2 382 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index legte um 0,35 Prozent auf 40 058 Punkte zu. Das Handelsvolumen betrug 1,33 (zuletzt: 1,37) Milliarden Zloty.

In Polen hat Ministerpräsident Donald Tusk eine Sanierung der Staatsfinanzen angekündigt. Bis Ende 2012 solle das Staatsdefizit auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gedrückt werden, sagte Tusk in Warschau. Damit wolle sein Land die Maastricht-Kriterien einhalten, betonte Polens Regierungschef. Diese EU-Regel, eine Voraussetzung für die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro, erlaubt höchstens ein Defizit von 3,0 Prozent des realen BIP.

Die Kursaufschläge gingen quer durch die Branchen. Unter den Einzelwerten präsentierten sich zum Wochenausklang die Titel von Bank Pekao mit plus 2,70 Prozent auf 171 Zloty stark. Die Papiere von KGHM Polska Miedz gewannen 0,99 Prozent auf 97,00 Zloty. Unter den weiteren polnischen Blue Chips verteuerten sich Telekomunikacja Polska um 0,93 Prozent auf 16,25 Zloty.

PKN Orlen hat die Verhandlungen mit der Gewerkschaft über die geforderte Lohnerhöhung im Ausmaß von 15 Prozent für die Belegschaft gestartet. Die Analysten von KBC Securities bewerteten die Nachrichten als kursneutral. Die Titel des Ölunternehmens verabschiedeten sich dennoch 1,50 Prozent höher bei 33,75 Zloty ins Wochenende.

In Prag schloss der Handel mit schwächeren Kursen. Der Leitindex PX gab um 0,82 Prozent auf 1 176 Zähler nach. Das Handelsvolumen belief sich auf 1,82 (Vortag: 1,82) Milliarden tschechische Kronen. Eine freundliche Stimmung an den internationalen Leitbörsen konnte den Markt zum Wochenausklang nicht unterstützen.

In Tschechien rückten neue Wirtschaftsdaten und-prognosen in den Blickpunkt. Die tschechische Wirtschaft ist 2009 nach Schätzung des Finanzministeriums um vier Prozent zurückgegangenen, geht aus der aktuellen Konjunktur-Prognose hervor. "Die tschechische Wirtschaft hat die Rezession seit dem zweiten Quartal 2009 dank des BIP-Anstiegs im Quartalsvergleich überwunden. Trotzdem gehen wir davon aus, dass das BIP für das Gesamtjahr um vier Prozent geschrumpft ist", heißt es in dem Dokument. Bisher rechnete das Ministerium mit einem BIP-Einbruch von bis zu fünf Prozent. Das Finanzministerium verbesserte gleichzeitig seine Prognose für 2010. Demnach wird die Wirtschaft um 1,3 Prozent zulegen anstatt der bisher prognostizierten 0,3 Prozent.

Belastet wurde tschechische Leitindex zum Wochenschluss vor allem von den Kursverlusten des Schwergewichtes Erste Group Bank . Die Papiere fielen um 1,47 Prozent auf 729,10 Kronen. Zulegen konnten im Finanzbereich hingegen Komercni Banka mit einem Kursaufschlag von 1,00 Prozent auf 3.847 Kronen. Eine leichtere Tendenz gab es im Energiebereich zu beobachten. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) fielen um 0,33 Prozent auf 923,00 Kronen und Unipetrol sanken um 0,83 Prozent auf 142,79 Kronen.

Am Budapester Aktienmarkt stieg der Leitindex Bux um 1,26 Prozent auf 21.831,46 Einheiten. Insgesamt wurden Aktien für 17,09 (Vortag: 18,61) Milliarden Forint gehandelt.

Gegen den freundlichen Trend mussten unter den Schwergewichten Aktien von Magyar Olay es Gazipari (Mol) Verluste von 0,33 Prozent auf 18.040 Forint hinnehmen. MTelekom verloren 0,28 Prozent auf 712 Forint. Gesucht präsentierten sich hingegen einige Finanztitel. OTP Bank zogen in einer positiven europäischen Branchenstimmung um 1,92 Prozent auf 5.820 Forint an. FHB Land Credit & Mortgage Bank gewannen moderate 0,28 Prozent auf 1 389 Forint.

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