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27.01.2010

21:10 Uhr

Osteuropäische Börsen

Warschau und Budapst im Minus, Gewinne in Prag

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während die Handelsplätze in Warschau und in Budapest unter der trüben Stimmung an den internationalen Leitbörsen litten und Verluste verbuchten, profitierte die Prager Börse mit einem moderaten Plus von einer positiven Konjunkturprognose der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der Warschauer Wig-20 fiel um 0,64 Prozent auf 2 373,41 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index sank um 0,23 Prozent auf 39 961,05 Punkte. Eine verhaltene Stimmung an den internationalen Leitbörsen wurde auch in Polen negativ aufgefasst und animierte die Investoren zu Aktienverkäufen, hieß es aus dem Handel. Unternehmensnachrichten wurden in Warschau nur wenige bekannt.

Nach Medienbericht planen die Banken in Polen wie zum Beispiel PKO oder Przemyslowo Handlowy PBK, ihre "faulen" Kreditportfolios in diesem Jahr zu verkaufen. Nach Einschätzung der Experten von KBC Securities wurde die geplante Auslagerung erwartet. Ein möglicher Verkauf sollte das allgemeine Kreditportfolio verbessern und einen positiven Einfluss auf die Ergebnisse haben.

Die Aktien von der PKO Bank gingen unverändert bei 39,4 Zloty aus dem Handel. Titel von Przemyslowo Handlowy PBK sanken um 0,79 Prozent auf 82,0 Zloty und Aktien der Bank Zachodni schlossen unverändert bei 180 Zloty.

MOL IN Budapest Sehr Schwach

In Budapest sank der Leitindex Bux um 0,96 Prozent auf 21 404,06 Zähler. Unter den ungarischen Blue Chips rutschten Anteilsscheine von Magyar Olay es Gazipari (Mol) deutlich um 2,54 Prozent auf 17 200 Forint ab. Die Titel litten Börsianern zufolge unter erneut gesunkenen Rohölpreisen. Schwach präsentierten sich auch die Papiere der OTP Bank mit einem Kursabschlag von 1,40 Prozent auf 5 758 Forint. Rückgänge gab es ebenfalls im Pharmabereich zu beobachten. Egis-Aktien verbilligten sich um 1,91 Prozent auf 17 950 Forint und Papiere von Richter Gedeon verloren 0,82 Prozent auf 40 660 Forint.

PX Behauptet Sich GUT

Der Prager Leitindex PX stieg leicht um 0,16 Prozent auf 1 185,10 Zähler. Positiv werteten Experten eine angehobene Konjunkturprognose für 2010 und 2011. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Ebrd) erhöhte ihre Wachstumsprognose für 30 Volkswirtschaften in Zentraleuropa, Baltikum, Südosteuropa und Zentralasien - inklusive Russland und Türkei - auf 3,3 Prozent von zuvor 2,5 Prozent. Für 2011 erwartet die Osteuropabank eine weitere leichte Beschleunigung auf 3,8 Prozent.

Unter den Einzelwerten ließ sich kein einheitlicher Branchentrend ablesen und auch Unternehmensnachrichten lagen kaum vor. Die Aktien des Indexschwergewichtes Erste Group Bank fielen um 0,65 Prozent auf 747,00 Kronen. Die Titel des Wettbewerbers Komercni Banka legten leicht um 0,16 Prozent auf 3 806,00 Kronen zu. Im Energiebereich gab es ebenfalls keine klare Richtung. Titel von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) rückten um 0,28 Prozent auf 909,50 Kronen vor. Unipetrol-Papiere sanken um 0,84 Prozent auf 142,59 Kronen.

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