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22.04.2013

15:16 Uhr

Peripherie-Bonds gefragt

Bundesanleihen legen zu

Deutsche Bundesanleihen und Anleihen aus der Euro-Peripherie haben am Montag deutlich zugelegt. Beide konnten steigende Kurse verzeichnen. Dabei spielt auch die Entspannung in Italien eine große Rolle.

Anleihen aus der Euro-Peripherie legen am Montag deutlich zu. dpa

Anleihen aus der Euro-Peripherie legen am Montag deutlich zu.

Bei den deutschen Bundesanleihen haben die Kurse am Montag im Verlauf leicht zugelegt. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,23 Prozent zwei Basispunkte niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 23 Basispunkte auf 146,26 Prozent.

Weitere Impulse könnten Konjunktursignale aus der Eurozone bringen. Laut einer Umfrage von Bloomberg News unter 29 Analysten ist ein Index, der das Euroraum-Verbrauchervertrauen misst, im April erstmals seit fünf Monaten gefallen, und zwar von minus 23,5 auf minus 24. Die Europäische Kommission in Brüssel gibt die Zahlen um 16 Uhr bekannt.

Anleihen aus den Staaten der Euro-Peripherie verzeichneten deutlich steigende Kurse. Bei den zehnjährigen Italien-Bonds sank die Rendite um 16 Basispunkte auf 4,05 Prozent und bei den zweijährigen Italien-Anleihen fiel die Rendite bis auf ein Rekordtief bei 1,22 Prozent. Unterstützung brachte die Entwicklung in Italien, wo Staatspräsident Giorgio Napolitano wiedergewählt worden war. Mit dem Rücktritt des Vorsitzenden der Demokratischen Partei Pier Luigi Bersani ebenfalls am Wochenende sehen Beobachter größere Chancen, dass die PD eine Koalition mit der Partei von Silvio Berlusconi eingehen könnte und der seit zwei Monaten währende politische Stillstand beendet werden kann.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Spanische Staatspapiere mit zehnjähriger Laufzeit rentierten zehn Basispunkte niedriger bei 4,50 Prozent. Bei den zehnjährigen portugiesischen Anleihen ging die Rendite um 19 Basispunkte zurück auf 5,79 Prozent.

Am Primärmarkt will die Schaeffler AG im Segment der Unternehmensanleihen eine neue Hochzinsemission im Volumen von 1,0 Mrd. Euro in Euro und Dollar an den Markt bringen. Der Euro- Rettungsfonds EFSF bringt Anleihen mit Laufzeit bis 2022 an den Markt. Die Rendite dürfte dem Vernehmen nach bei 19 Basispunkten über dem mittleren Swapsatz liegen.

Die verlässlichsten Dividendenzahler

Platz 15

Siemens
Dax
Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7
Jährliche Steigerung: 11,8 Prozent

Platz 14

Generali Deutschland

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 16,2 Prozent

Platz 13

Gerry Weber

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 17,6 Prozent

Platz 12

Henkel

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,1 Prozent

Platz 11

Grenkeleasing

SDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,3 Prozent

Platz 10

Linde

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,7 Prozent

Platz 9

BayWa

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 11,7 Prozent

Platz 8

Nürnberger Beteiligungs-AG

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 12,6 Prozent

Platz 7

Axel Springer

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 17,4 Prozent

Platz 6

Munich Re

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 21,1 Prozent

Platz 5

Fielmann

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 9

Jährliche Steigerung: 14,5 Prozent

Platz 4

Fresenius Medical

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 9,2 Prozent

Platz 3

Fresenius SE

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 11,9 Prozent

Platz 2

Fuchs Petrolub

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 25,0 Prozent

Platz 1

Stratec Biomedical

TecDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 40,8 Prozent

Quelle: DSW/dips, April 2013

Konsortialführer sind BofAML, Citigroup und DZ Bank.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse anfänglich gefallen und waren zuletzt kaum verändert. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 1,71 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA im ersten Quartal beschleunigt hat. Die Zahlen stehen am 26. April an. Ökonomen rechnen in einer Umfrage von Bloomberg News im Median mit einem Wachstum von 3,1 Prozent auf Jahresbasis, nach 0,4 Prozent im vierten Quartal.

Das US-Finanzministerium will in dieser Woche Staatspapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten im Gesamtvolumen von 99 Mrd. Dollar am Markt unterbringen.

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