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08.09.2014

14:01 Uhr

Peripherieanleihen fallen

US-Bonds dank Schottland-Sorgen fest

Während Bundesanleihen sich kaum verändern und Anleihen aus der europäischen Peripherie fallen, präsentieren sich US-Bonds fest. Wegen der Schottland-Sorgen stieg die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen enorm.

Eine Ein-Euro-Münze vor dem deutschen Adler: Deutsche Bundesanleihen rentierten zuletzt etwas höher. dpa

Eine Ein-Euro-Münze vor dem deutschen Adler: Deutsche Bundesanleihen rentierten zuletzt etwas höher.

Deutsche Bundesanleihen haben am Montag mit 0,92 Prozent wenig verändert zum Freitag rentiert. Der Bund Future stieg um 17 Basispunkte auf 149,34 Prozent.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries ging um drei Basispunkte auf 2,43 Prozent zurück. Die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen stieg nach neuen Umfrageergebnissen aus Schottland, die erstmals einen Vorsprung für die Befürworter einer Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich ergeben hatten. Britische Gilts rentierten zuletzt einen knappen Basispunkt niedriger bei 2,46 Prozent.

„Das bevorstehende schottische Referendum hat am Markt für große Verunsicherung gesorgt, und es hat einige Umschichtungen in Treasuries gegeben“, sagte Richard Kelly von Toronto-Dominion Bank in London. Wegen ihrer Zusatzrendite gegenüber deutschen Anleihen seien Treasuries der Nutznießer.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg zuletzt um knapp vier Basispunkte auf 2,29 Prozent, nachdem sie zuvor ein Allzeittief erreicht hatte. Die Rendite entsprechender spanischer Papiere war mit 2,09 Prozent fünf Basispunkte höher. „Der stärkste Treiber für den europäischen Staatsanleihenmarkt bleibt die Erwartung eines QE-Programms“, sagte Alessandro Giansanti von ING Groep NV in Amsterdam, „die EZB hat das aber bislang nicht verkündet. Diese Ungewissheit wird kurzfristig weiterhin für Volatilität bei den Peripherie-Spreads sorgen.“

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