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15.09.2014

19:04 Uhr

Pershing Square

Erst Botox-Übernahme, dann Börsengang

Der Hedgefonds Pershing Square von US-Investor Bill Ackman soll an die Amsterdamer Börse. Ackmann macht derzeit von sich reden, weil er bei der Übernahmeschlacht um den Botox-Hersteller Allergan kräftig mitmischt.

Investor Bill Ackman hofft mit dem Börsengang auf einen Erlös von rund zwei Milliarden Dollar (1,55 Milliarden Euro). Reuters

Investor Bill Ackman hofft mit dem Börsengang auf einen Erlös von rund zwei Milliarden Dollar (1,55 Milliarden Euro).

Amsterdam/LondonDer US-Investor Bill Ackman will seinen Hedgefonds Pershing Square an die Amsterdamer Börse bringen. Ackmann hoffe auf einen Erlös von rund zwei Milliarden Dollar (1,55 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Montag mit.

Der New Yorker Hedgefondsmanager war berühmt geworden, als er mit einer Milliarde Dollar gegen den Nahrungsmittelhersteller Herbalife wettete. Zurzeit mischt er mit Pershing Square bei der Übernahmeschlacht um den Verkauf des Botox-Herstellers Allergan an Valeant Pharmaceuticals mit.

So läuft ein Börsengang ab

1. Auswahl einer Emissionsbank

Hat sich die Führungsebene eines Unternehmens zu einem Börsengang entschlossen, sind diverse Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Gespräche mit Banken geführt werden, um einen geeigneten Partner bei der Durchführung des IPO zu finden. Im weiteren Verlauf wird in der Regel eine der Banken zum Konsortialführer bestimmt, oftmals gehören dem Konsortium weitere Banken an, die an der Emission ebenfalls beteiligt werden.

2. Durchführung einer Unternehmensanalyse

Um die geplante Gesellschaft zu analysieren, wird eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. In deren Verlauf wird der Unternehmenswert ermittelt. Die Analyse mündet in der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Börsenprospektes, der Voraussetzung für den Handel an der Börse ist.

3. Roadshow

Im Rahmen einer so genannten Roadshow wirbt das Unternehmen auf Basis des Börsenprospektes Investoren für den eigenen Börsengang. Dabei werden die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel einer Roadshow ist es darüber hinaus, das potenzielle Interesse an den Aktien des eigenen Unternehmens auszuloten.

4. Festlegen eines Emissionspreises

Nach der Roadshow legen die Konsortialbanken eine ihrer Meinung nach angemessene Preisspanne fest, in deren Rahmen die Unternehmensaktien gezeichnet werden sollten. Der Emissionspreis liegt gemeinhin im Rahmen dieser so genannten Bookbuildingspanne und wird in Folge festgelegt. Alternativ kann die Gesellschaft auch einen Festpreis bestimmen.

5. Zuteilung der Aktien

Nach Festlegung des Emissionspreises können die Anteilsscheine den Investoren zugeteilt werden. Dabei werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Während dieser vorher festgelegten Zeichnungsfrist legen sich potenzielle Anleger auf eine bestimmte Stückzahl fest. Ist die Nachfrage nach Aktien größer als das Angebot, spricht man davon, dass der Börsengang "überzeichnet" ist. Dann wird bestimmt, wie die Anteilsscheine zugeteilt werden.

6. Erstnotiz

Nach erfolgreicher Zuteilung der Aktien werden die Papiere erstmals an den Börsenparketts gehandelt. Dabei wird ein erster Kurs festgestellt, die so genannte Erstnotiz. Von diesem ersten Börsenkurs ist abhängig, ob die Investoren – in Abhängigkeit von dem gezahlten Emissionspreis – Zeichnungsgewinne oder -verluste einfahren.

7. Regulärer Handel an der Börse

Die Anteilsscheine können nun regulär am Kapitalmarkt gehandelt werden. Allgemeine Informationen zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Sie zum Beispiel hier einsehen.

Quelle

Die Pershing-Aktien sollen zu jeweils 25 Dollar ausgegeben werden. Zusagen von 30 neuen Investoren im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar lägen vor, erklärte Ackman. Erster Handelstag soll der 13. Oktober sein. Begleitet wird der Börsengang federführend von UBS und der Deutschen Bank. In der zweiten Reihe ist Credit Suisse mit von der Partie.

Bisher seien 300 Anleger an dem Fonds beteiligt, der in den ersten acht Monaten 31 Prozent zugelegt hatte. Insgesamt wäre Pershing Square nach dem Börsengang fünf Milliarden Dollar wert. Ackmans vor elf Jahren gegründete Fondsgesellschaft Pershing Square Capital Management verwaltet insgesamt 14,1 Milliarden Dollar.

Von

rtr

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