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09.01.2008

09:10 Uhr

Pfandbrief

HSH begibt den ersten Schiffs-Jumbo

Als erster Emittent in diesem Jahr hat gestern die HSH Nordbank einen großvolumigen Pfandbrief über eine Mrd. Euro begeben. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten Schiffspfandbrief im Jumbo-Format, Zins- und Tilgungszahlungen des Papiers sind mit Krediten für den Bau von Schiffen gedeckt. Ausländische Investoren zeigten bereits hohes Interesse.

cü FRANKFURT. Die Nachfrage nach dem Jumbo mit Laufzeit von zwei Jahren war sehr groß. Die Konsortialführer Deutsche Bank, HSBC und HSH Nordbank bekamen in wenigen Stunden Kaufaufträge über mehr als drei Mrd. Euro.

"Besonders erfreut sind wir über das hohe Interesse ausländischer Investoren an dieser neuen Anlageklasse", sagte Jochen Friedrich, Kapitalmarktvorstand der HSH Nordbank. Rund 30 Prozent der Kaufaufträge stammte aus dem europäischen Ausland, dazu gab es Interesse einer asiatischen Zentralbank.

Der zweijährige Jumbo wurde mit einem Kupon von 4,25 Prozent begeben, die Rendite entsprach dem zweijährigen Interbanken-Swap-Satz. Damit gelang es der HSH nicht wie ursprünglich gehofft, das Papier günstiger als vergleichbare mit Hypotheken gedeckte Jumbos zu platzieren. "In Zukunft können wir uns das vorstellen, wollten jedoch bei der Debüt-Emission eines Jumbo-Schiffspfandbriefs eher großzügig sein", sagte Günter Femers, Leiter Internationaler Refinanzierung.

Neben der HSH Nordbank begann gestern die schwedische SEB mit dem Verkauf eines ebenfalls deutlich überzeichneten mit Hypotheken gedeckten Jumbos über 1,5 Mrd. Euro. In den kommenden Tagen rechnen Banker mit vielen weiteren Emissionen, unter anderem von der Postbank. Die Emissionen werden als Test für den Markt gesehen, weil das Stellen von An- und Verkaufskursen der Papiere - das sogenannte Market Making - noch nicht reibungslos funktioniert.

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