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11.07.2013

15:12 Uhr

Portugal

Anleger verlieren Vertrauen in portugiesische Anlagen

Die Spekulationen über ein mögliches zweites Rettungspaket für Portugal belasten die portugiesischen Anlagen. Investoren warfen sie aus ihren Depots und der Leitindex der Lissaboner Börse fiel um 1,7 Prozent.

Das portugiesische Parlament. Ministerpräsident Anibal Cavaco Silva traut keiner politischen Kraft im Land zu, Portugal erfolgreich zu regieren. Daraufhin warfen Investoren portugiesische Anlagen aus ihren Depots. Reuters

Das portugiesische Parlament. Ministerpräsident Anibal Cavaco Silva traut keiner politischen Kraft im Land zu, Portugal erfolgreich zu regieren. Daraufhin warfen Investoren portugiesische Anlagen aus ihren Depots.

FrankfurtVage Spekulationen über ein mögliches zweites Rettungspaket für Portugal belasten Händlern zufolge portugiesische Anlagen. Ministerpräsident Anibal Cavaco Silva hatte sich am Mittwochabend geweigert, einem Plan mehrerer Parteien zur Umgestaltung der Regierung zuzustimmen und stattdessen zu Neuwahlen im kommenden Jahr aufgerufen. Nach Einschätzung von Kritikern könnte er damit eine Zeitbombe gezündet haben. Denn er habe zu verstehen gegeben, dass er keiner politischen Kraft im Land zutraue, das Land erfolgreich zu regieren, bis im Juni kommenden Jahres der Rettungsschirm ausläuft. Damit habe er die Regierungskrise verschärft, so der Vorwurf.

Investoren warfen daraufhin portugiesische Anlagen aus ihren Depots, der Leitindex der Lissaboner Börse fiel am Donnerstag um 1,7 Prozent und damit stärker als die anderen europäischen Blue-Chip-Indizes. Zehnjährige Anleihen rentierten in der Spitze über sieben Prozent, bis zum Mittag wieder knapp darunter. Im Schlepptau der portugiesischen Bonds wurden auch die spanischen nur mit spitzen Fingern angefasst, deren Rendite stieg leicht auf 4,78 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Eurowahn

11.07.2013, 15:44 Uhr

Der Ministerpräsident hat zur Verschärfung der Krise beigetragen ???? !!! Nein, im Gegenteil !! Der Ministerpräsident hat die Aussichtslosigkeit erkannt. Und er hat erkannt, dass man nicht dauerhaft gegen das eigene Volk regieren kann. Die Sparauflagen treffen die kleinen Leute, den Superreichen geht es überall in den Pleitestaaten vortrefflich. Wo sind durch die Billionen irgend etwas für das "normale" Volk gebessert !! NEIN !!! Nur Spekulanten und die Hochfinanz wurden gerettet. Und dann stellen sich Politiker hin und sagen, wenn wir die Banken nicht retten, geht das Ersparte des Bürgers drauf. Das Ersparte des Bürgers macht in den Bankbilanzen einen Fliegendreck aus. Wenn 10 % der Deutschen dann ca. 60 % des Vermögens in Deutschland besitzen, dann weiß man, wer wohl der große Verlierer wäre, ohne die Rettngsschirme. Gerade in den Pleitestaaten sind es ganz wenige Reichen, denen dort fast alles gehört. Der normale Bürger dort hat fast gar nichts ! Er hat auch nicht mehr viel zu verlieren. Der normale Bürger verarmt immer mehr und die Reichen werden überall in rasantem Tempo noch reicher.
Und für die sind die Rettungsschirme da ! Griechenland, Irland, Zypern, Portugal, Spanien, Italien. Ja, liebe Euroretter - ich hoffe es kommt bald der große Knall. Liebe Frau Merkel, wenn man sich auch von einem Goldman Sachs-Mann als Berater seine Ratschläge holt !! Dann gewinnt immer die Hochfinanz und der Bürger blutet aus !!

Eurowahn

11.07.2013, 15:58 Uhr

3. Hauptsache ist, dass kein Land den Euro verlässt. Das ist ja die größte Angst von Frau Merkel. Wenn ich dann schon höre, die Pleitestaaten müssen wettbewerbsfähiger werden. Dann frage ich mich - mit was denn, in welchem Bereich !! Die haben doch nix, außer Olivenbäume, Schafskäse und Rotwein. Nennen Sie mir doch mal eine große und bekannte griechische Firma !!! Eine zypriotische !! Eine portugisische !! Eine spanische (eine Seat ist VW :-) !! Und das ist das Problem. Diese Länder sind im eigentlichen Sinne "Agrarstaaten" und können gegen ein Hochindustrieland wie Deutschland nie konkurrenzfähig werden. Die könne eben nur Oliven, Schafskäse und Rotwein verkaufen und im Tourismus etwas Geld verdienen. Das müsste doch wohl jeder einsehen. Es ist genau so, als wenn ich einen Ackergaul dazu bringen will, beim Springreiten mit den besten "Turnierferden" zu konkurrieren! Diese Staaten werden immer Unmengen Geld verschlingen, wenn Sie im Euro bleiben.

Anonym

11.07.2013, 16:31 Uhr

Anonym

Bitte wählt dann im September die AFD als Alternative zu den etablierten Parteien"!

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