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28.10.2013

15:33 Uhr

Privatkundenmarkt

Deutsche Börse startet Charmeoffensive

Mit einer „Qualitätsgarantie“ will die Deutsche Börse Privatkunden zu Investitionen bewegen. Konkret verspricht die Börse in Frankfurt internationale Aktien zu Preisen wie am jeweiligen Referenzmarkt – und mehr.

Ein Bulle und ein Glücksschwein in der Börse in Frankfurt am Main. Mit einem besonderen Angebot will die Deutsche Börse das Geschäft mit Privatkunden beflügeln dpa

Ein Bulle und ein Glücksschwein in der Börse in Frankfurt am Main. Mit einem besonderen Angebot will die Deutsche Börse das Geschäft mit Privatkunden beflügeln

FrankfurtIm Wettrennen gegen günstige außerbörsliche Handelsplattformen startet die Deutsche Börse eine neue Charmeoffensive um die Privatkunden. Ab November soll es eine „Qualitätsgarantie“ geben, die gewährleistet, dass Anleger deutsche, europäische und US-Aktien sowie strukturierte Produkte wie ETFs zu Preisen wie am jeweiligen Referenzmarkt oder besser kaufen und verkaufen können. Die Garantie gilt grundsätzlich für alle Orders bis zu einem Volumen von 7.500 Euro, wie die Deutsche Börse am Montag ankündigte. Bei Abweichungen werde die Differenz erstattet.

Nach den Worten des zuständigen Managers Martin Reck geht es vor allem darum, sich als Qualitätsanbieter noch stärker vom außerbörslichen Handel abzuheben. Vor allem die Privatkunden sind in den vergangenen Jahren abtrünnig geworden: Heute werden noch 26 Prozent ihrer Order für Aktien und strukturierte Produkte (ETFs) durch die Deutsche Börse abgewickelt, Anfang 2010 waren es noch fast 50 Prozent. Der Frankfurter Börsenbetreiber, der mit sinkenden Gewinnen kämpft, kann sich quasi nur noch auf die Derivatebörse Eurex als stabiles Standbein verlassen.

Das boomende Geschäft mit ETFs soll ab November ebenfalls unter dem Dach der Börse Frankfurt vermarktet werden. Bislang lief der Handel über die Scoach Europa AG, die nun in die Frankfurt Zertifikate AG umbenannt wird. Zu Jahresbeginn hatte der Schweizer Partner SIX die Zusammenarbeit bei dem ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen aufgekündigt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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JJJ

28.10.2013, 17:03 Uhr

Dann ist ja gut, dass die Finanztransaktionssteuer kommt. Dann ist die Deutsche Börse platt. Ein Technologieführer aus Deutschland weniger...

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