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09.10.2011

09:33 Uhr

Pro und Contra

Bundesanleihen für die Altersvorsorge?

Bundesanleihen bleiben in der Altersvorsorge das Maß aller Dinge, sagt Jörg Schubert vom Anleihemanager Bantleon. Johannes Führ, Verwaltungsrat der Johannes Führ-AG warnt: Anleihen eignen sich nur als Beimischung.

Jörg Schubert ist Vorstand des Anleihemanagers Bantleon. Pressefoto

Jörg Schubert ist Vorstand des Anleihemanagers Bantleon.

Pro: Bundesanleihen bleiben das Maß aller Dinge

Wichtig für die Altersvorsorge sind drei Kriterien: absoluter und realer Kapitalerhalt sowie die zuverlässige Vermehrung des gesparten Kapitals. Und zwar in dieser Reihenfolge. Zuerst kommt die Sicherheit, schließlich hat niemand eine zweite Chance zum Älterwerden. Genau hier bleiben deutsche Bundesanleihen das Maß aller Dinge. Trotz niedriger Renditen zählen sie neben Immobilien zu den sichersten Anlageformen, denn unabhängig von allen Staatsschuldendiskussionen wird Deutschland auch in Zukunft wohl einer der besseren Schuldner bleiben.

Genau darunter leidet aber derzeit der reale Kapitalerhalt. Weil sie nach wie vor als „sicherer Hafen“ gelten, ist in den vergangenen Monaten viel Geld in Bundesanleihen geflossen und hat so die Renditen unter die Inflationsrate gedrückt. Wer also heute wesentliche Teile seiner Altersvorsorge in dieses Segment investieren will, sollte die Fälligkeiten zum Beispiel über die kommenden fünf Jahre verteilen. Damit wird jedes Jahr ein Fünftel des Depots fällig und steht für Neuanlagen zur Verfügung. Sollten sich die Krisen dieser Welt zwischenzeitlich entspannen und/oder die Inflation weiter steigen, kann dieses Geld kontinuierlich zu dann hoffentlich höheren Renditen wieder in Bundesanleihen investiert werden.

Womit auch das dritte Kriterium erfüllt wäre: die zuverlässige Vermehrung des gesparten Kapitals. Wem dieser systematische Weg zu lang oder einseitig erscheint, dem geben die derzeitigen Schwankungen am Anleihenmarkt die Gelegenheit, durch aktives Laufzeitmanagement zusätzliche Kursgewinne zu realisieren.

Oder er nutzt die Bundesanleihe als solide Basis für ergänzende Investments in anderen Anlagesegmenten, denn seit der Hochphase der Globalisierung Anfang des neuen Jahrtausends teilt sich das breite Universum der Kapitalanlagen zunehmend in zwei Gruppen auf: Auf der einen Seite finden sich die Risikoanlagen, die sich im Gleichschritt mit der Konjunktur bewegen. Dem stehen auf der anderen Seite als negativ korrelierte Anlagen vor allem hochqualitative Anleihen gegenüber.

Selbst in den kritischsten Finanzmarktphasen haben erstklassige Staatsanleihen ihre stabilisierende Funktion bisher immer erfüllt. Ein wetterfestes Portfolio sollte deshalb einen Schwerpunkt in hochliquiden Anleihen unbedenklicher Schuldner setzen. Gleichzeitig sind aber auch gerade die Staatsanleihen der Euro-Zone ein Beleg für die extreme Veränderungsdynamik bei der Sicherheit von Anlageklassen und Schuldnern. Wie bei jeder Kapitalanlage empfiehlt sich daher auch hier die kritische Überwachung. In jedem Fall führt für risikoaverse Anleger derzeit kaum ein Weg an Bundesanleihen vorbei.

Kommentare (12)

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Petra

09.10.2011, 10:01 Uhr

Bundesanleihen sind unter Berücksichtigung der realen (!) Inflation und der Steuer (derzeit noch (!) 25% auf die Ertäge) eine sehr schlechte Anlage und nicht für die Altersvorsorge geeeignet. "Unter dem Strich" wird das Kapital nach realem (!) Kaufkraftverlust und Steuer weniger wert. Das Volk wird durch die Hintertür zwangsenteignet. Hauptgrund ist die der Bevölkerung unbekannte, indirekte Steuer namens Inflation.

Kalle

09.10.2011, 10:23 Uhr

Mit dem bald kommenden Systemcrash werden alle Papierwerte nur noch Heizwert haben, auch Staatsanleihen. Wer sich absichern will sollte lieber Edelmetallmünzen sammeln, die haben den Wert noch nie verloren.
Der Run in Realwerte setzt schon ein, da immer mehr Bürger aufwachen.

HGa

09.10.2011, 10:53 Uhr

Wofür noch Bundesanleihen kaufen ,wenn Deutschland

demnächst in den Staatsbankrott geht !

Mit Gold, Betongold kann man sich auch kein Brot kaufen .

Die Riester -Altersvorsorge ist der totale Reinfall ,laut

Medienbericht . Die Versicherungen verdienen hauptsächlich

z.B Einzahlung Euro 1050.-, Rente Euro 40.-

Warum die Versicherungen noch reicher machen !

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