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22.06.2012

04:08 Uhr

Rating gesenkt

Moody's stuft Deutsche Bank herab

Die schleppende Weltkonjunktur und anhaltende europäische Schuldenkrise trifft globale Banken ins Mark. Die Ratingagentur Moody's hat daher bei 15 Instituten den Daumen gesenkt. Darunter auch die Deutsche Bank.

Moody's stuft Banken runter

Video: Moody's stuft Banken runter

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New YorkDie Ratingagentur Moody's hat wie angekündigt weiteren 15 Großbanken schlechtere Bonitätsnoten verpasst. Dazu zähle auch die Deutsche Bank, teilte die Agentur am Donnerstag mit. Das Rating für langfristige Schuldtitel des deutschen Geldhauses sei auf A2 von zuvor AA3 gesenkt worden. Der Ausblick sei stabil. Die Deutsche Bank wollte sich zu der Herabstufung nicht äußern.

In Europa waren unter anderen Credit Suisse, UBS, HSBC, Barclays, Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale betroffen. In den USA traf es JPMorgan, Morgan Stanley, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs, in Kanada die Royal Bank of Canada. Die Bewertungen der Banken wurden um eine bis drei Stufen gesenkt, große Überraschungen gab es dabei nicht.

Das Rating von Morgan Stanley, eine der am schärfsten beobachteten Banken, wurde um zwei Stufen auf Baa1 gesenkt - eine weniger als erwartet. Morgan Stanley beklagte dennoch in einer Stellungnahme, die neue Bewertung berücksichtige nicht alle strategischen Maßnahmen, die bereits in den vergangenen Jahren ergriffen worden seien. Auch Citigroup reagierte scharf auf die Bewertung durch Moody's: Die Bank teile nicht die Analyse der Ratingagentur, die Bewertung sei unbegründet und völlig ungerechtfertigt. Citigroup wurde auf Baa2 von A3 herabgestuft.

Härter als erwartet traf es die Credit Suisse: Sie wurde als einzige Bank drei Stufen schlechter benotet. Mit nunmehr A1 schneiden die Schweizer aber immer noch besser ab als die meisten anderen Banken.

Moody's hatte Mitte Juni mit dem in der Finanzbranche befürchteten Rundumschlag begonnen. Die Agentur nahm dabei zunächst elf Geldhäuser in den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Luxemburg ins Visier.

Kommentare (14)

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John

22.06.2012, 00:10 Uhr

Irgendwie ist es auch anrührend zu sehen,wie die Damen und Herren immer schneller strampeln und langsam erkennen,dass sie nicht mehr aus ihrem selbst geschaffenen Betrugs-,Raff- und Ponzisystem heil herauskommen.
Wohl dem,der sich noch rechtzeitig in eine sichere Weltgegend absetzen kann,bevor die Rechnungen den Verantwortlichen persönlich präsentiert werden.

so_what

22.06.2012, 00:11 Uhr

Jetzt wird auf uns eingedroschen, der Druck erhöht, Forderungen im Eiltempo zur Umsetzung erzwungen. Armes Europa...

Die Hedgefonds stehen bereit, denn denen gehören überwiegend die Rating-Agenturen.


IWF Lagarde: Die EU benötigt eine komplette Wirtschaftsunion um den Stress am Rentenmarkt und bei den Banken zu mildern

IWF Lagarde: Die Eurozone braucht eine Bankenunion mit gemeinsamer Bankenaufsicht und Einlagensicherung

IWF Lagarde: Der EFSF bzw. ESM sollten in der Lage sein, direkt Banken zu finanzieren

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Ein Devisen-Hedgefonds-Manager in "Börse online":

Hedgefonds-Manager Taylor: "Es wird schrecklich werden"


Ich zitiere nur die letzte Passage (das Übrige ist zu grauslich)
Der Hedgefonds-Manager kritisierte außerdem das inkonsequente Vorgehen vieler Regierungen und naive Verständnis seitens der Politik für die Eigenarten der Märkte. „Regierungen greifen oft so stark in die Märkte ein, dass analytische Systeme nicht mehr funktionieren", so Taylor.
„Die meisten wussten, dass der Euro eine Missgeburt ist, aber sie haben ihn trotzdem durchgezogen. Alle Ökonomen hatten vor ihm gewarnt."

Ein böses Machtspiel der Märkte ist im Gange....

StrafMengenrabattFuerMassenmord

22.06.2012, 00:16 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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