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09.05.2011

19:12 Uhr

Rating gesenkt

Ratingagenturen lassen Griechenland fallen

Erst hat die Ratingagentur Standard & Poor's das Rating griechischer Anleihen zurückgestuft, nun folgen vielleicht auch noch Moody's und Fitch. Die Schlinge um Griechenlands Hals zieht sich zu.

Die griechische Flagge weht auf Halbmast - angesichts der Finanzlage zurecht. Quelle: dpa

Die griechische Flagge weht auf Halbmast - angesichts der Finanzlage zurecht.

Athen/New York/BerlinDie Ratingagenturen hegen immer größere Zweifel an der Zahlungsfähigkeit von Griechenland. Standard & Poor's hat wegen der steigenden Gefahr einer Umschuldung am Montag die Kreditwürdigkeit für das hoch verschuldete Land um zwei weitere Stufen von BB- auf B abgesenkt. Und nun prüft auch noch Moody's eine Herabstufung von Griechenlands Anleihen. Eine Absenkung um mehrere Stufen sei möglich, teilte die Agentur am Montag mit. Eine Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte 2012 sei immer unwahrscheinlicher. Und dann will auch noch Ratingagentur Fitch einem Zeitungsbericht zufolge die Bonitätsnote für Griechenland weiter herabstufen.

Laut einem Bericht der „Süddeutsche Zeitung“ ohne Angaben von Quellen soll die Bewertung bei Fitch auf „B“ oder „B-“ von aktuell „BB+“ fallen. Der Zeitung zufolge wollte Fitch die Meldung nicht kommentieren. Wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise weiter berichtete, prüft die Ratingagentur derzeit noch einen Protest der Griechen gegen die Herabstufung. Experten räumten dem Widerspruch aber kaum Erfolgschancen ein.

Standard & Poor's warnte am Montag sogar noch vor einer weiteren Herabstufung, indem sie den negativen Ausblick beibehielt. Damit ist die Bonitätsnote nur noch zwei Stufen von einer Bewertung als "extrem spekulative" Anlage mit substanziellem Ausfallrisiko entfernt. S&P drohte weitere Herabstufungen an, indem die Agentur den negativen Ausblick beibehielt.

"Nach unserer Meinung gibt es ein steigendes Risiko, dass Griechenland Maßnahmen für eine Umschuldung ergreift", begründete S&P den Schritt. Um die Schuldenlast des Staates auf ein erträgliches Niveau zu senken, müssten die Gläubiger auf mindestens 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten.

Die neuerliche Rückstufungen der griechischen Bonität folgt auf ein weiteres turbulentes Wochenende. Am Freitag waren Gerüchte über ein Geheimtreffen der EU-Finanzminister in Luxemburg und Gedankenspiele über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aufgekommen. Details über Inhalte des Treffens gibt es nicht. Ein Ausstieg aus der Euro-Zone sei aber nie Thema gewesen, heißt es seit Freitag von allen Beteiligten. Auch eine Umschuldung "steht nicht im Raum, wird nicht diskutiert, ist spekulativ", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Montag.

Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou kommt ohne weitere Hilfen der Euro-Staaten kaum noch aus. Quelle: dapd

Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou kommt ohne weitere Hilfen der Euro-Staaten kaum noch aus.

Stattdessen ringen die Staaten der Euro-Zone offenbar um ein zweites Hilfspaket für Griechenland. Der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, hatte nach dem Treffen am Freitag erklärt, ein weiteres Anpassungsprogrammsei wohl notwendig.Nach Medienberichten sind längere Laufzeiten und niedrigere Zinsen für das 110 Milliarden schwere erste Rettungspaket im Gespräch. Einen weiteren Nachlass bei den Zinsen für die Hilfskredite befürwortete CDU-Vize-Fraktionschef Michael Meister am Montag. Davon will dann auch Irland profitieren, das bereits seit längerem ebenfalls niedrigere Zinsen für die Hilfen von EU und IWF anstrebt.

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

09.05.2011, 15:35 Uhr

Bin ja gespannt, wie die EZB und der ESM das kommentieren. Wahrscheinlich werden sie eine Fehleinschätzung der Rating-Agenturen beklagen. Diese Einrichtungen im fernen Amerika sind ja bekannt dafür, immer zu früh down-zu-raten. Die sind wirklich übervorsichtig, wie man seit der Finanzmarktkrise weis........!

Dummwahlvolk

09.05.2011, 16:05 Uhr

Jetzt rückt wieder der an die vordere Front. dollar ist jetzt mal wieder ausgeblendet....
Der große Knall kommt aber eh weltweit - egal wer zuerst hochgeht !
Seid ihr darauf vorbereitet ???
Selber Schuld....ihr habt dise Politiker gewollt !!!!

aruba

09.05.2011, 16:33 Uhr

Guten Tag,.... Die Griechen sollten mal in Argentinien nachfragen,.... da sitzen Dreckssaecke die ihre Glaeubiger um Milliarden betrogen haben. Falls in Argentinien niemand zu Hause sei,.... frage man bei Herrn Koehler nach. Der war damals zustaendig. Er kann einige Tips geben. Besten Dank

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