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26.04.2016

13:21 Uhr

Rating trotz Abgas-Affäre unverändert

Moody's stuft Volkswagen nicht herab

Die Ratingagentur Moody's hat den deutschen Autobauer Volkswagen trotz des Dieselskandals und milliardenschwerer Abschreibungen nicht herabgestuft. Die Bonitätsnote bleibt unverändert – vorerst.

Moody's geht davon aus, dass der Autobauer seine Probleme in den Griff bekommt. Reuters

Volkswagen

Moody's geht davon aus, dass der Autobauer seine Probleme in den Griff bekommt.

FrankfurtDie Ratingagentur Moody's sieht die Kreditwürdigkeit von Volkswagen trotz milliardenschwerer Abschreibungen wegen des Dieselskandals nicht geschmälert. Die Bonitätsprüfer ließen ihre Bewertung am Dienstag unverändert bei A3 mit negativem Ausblick. Der Konzernabsatz sei erstaunlich stark geblieben, vor allem dank der Premiummarken Audi und Porsche.

"Wir erwarten, dass die Gewinne und Mittelzuflüsse robust bleiben 2016-17, das unterstützt die Bewertung", erklärte Moody's-Analystin Yasmina Serghini. Der Wolfsburger Konzern erhöhte seine Rückstellungen in der Bilanz 2015 für die Kosten von Rückrufaktionen, Entschädigungen, Rechtsstreit und Bußgelder auf 16,2 Milliarden Euro von 6,7 Milliarden Euro.

VWs Liquidität bleibe dennoch hoch angesichts des Mittelzuflusses aus dem operativen Geschäft von 24,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, erklärte Moody's weiter. Zudem könne der Konzern auf eine Brückenfinanzierung von 20 Milliarden Euro zurückgreifen.

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Die Bonitätsnote von Moody's beruht auf der Annahme, dass der Dax-Konzern entschlossen seine internen Kontrollsysteme in Ordnung bringt, Effizienzmaßnahmen beschleunigt und das Pkw-Geschäft restrukturiert. Da die Unsicherheit über die Gesamtkosten groß bleibe, werde der negative Ausblick beibehalten, erklärte Moody's.

Von

rtr

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