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27.03.2013

04:55 Uhr

Ratingagentur

Fitch droht Zypern mit Herabstufung

Wegen des strauchelnden Bankensystems droht Fitch dem Land mit einer erneuten Herabstufung. Bislang fällt die Bewertung der Rating-Agentur vergleichsweise freundlich aus.

Eine Statue in Zyperns Hauptstadt Nikosia: Droht dem Land jetzt erneut die Herabstufung? ap

Eine Statue in Zyperns Hauptstadt Nikosia: Droht dem Land jetzt erneut die Herabstufung?

London/New YorkNach der Einigung auf ein Hilfspaket für Zypern hat die Ratingagentur Fitch dem Land mit einer baldigen erneuten Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit gedroht. Das bisherige Rating „B“ werde wegen des angeschlagenen Bankensektors unter verschärfte Beobachtung (Rating Watch Negativ) gestellt, teilte Fitch am Dienstag in London mit. Fitch bewertet Zypern aber weiter weniger negativ als Standard & Poor's („CCC“) und Moody's („Caa3“). Beide Bewertungen bedeuten Ramschniveau.

Vor allem das gescheiterte zyprische Bankensystem sei für die Entscheidung verantwortlich, schreibt Fitch. Die Probleme im Bankensektor hätten negative Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft und damit auch auf die öffentlichen Finanzen. Das mit den internationalen Gebern vereinbarte Hilfsprogramm bewertet Fitch jedoch positiv. Das Hilfspaket über 10 Milliarden Euro verbessere die Liquiditätssituation des Landes und die langfristigen Aussichten für die Kreditwürdigkeit.

Die Beteiligung von Bankkunden anstatt des Staates bei der Bankenumstrukturierung sei grundsätzlich positiv zu bewerten, schreibt Fitch. Ob es tatsächlich zu einer Herabstufung kommt, hänge von den Einzelheiten des mit der Troika (EZB, EU, IWF) vereinbarten Programms ab. Entscheidend sei auch die Bereitschaft der zyprischen Behörden zur Umsetzung von Reformen.

Kommentare (4)

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Sarina

26.03.2013, 21:07 Uhr

Beide Bewertungen bedeuten Ramschniveau.
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Dann war das "Geschäftsmodell" der Zyprioten wohl doch nicht so gut, wie sie selbst heute noch behaupten!

so_long

26.03.2013, 21:26 Uhr

Zyperns Zentralbank weitet Notkredite um 2,5 bis 3 Mrd EUR aus -

Von Hans Bentzien

Zyperns Geschäftsbanken brauchen offenbar mehr Hilfe von der Notenbank des Landes. Nach Informationen der Tageszeitung Die Welt plant die Zentralbank Zyperns eine Ausweitung ihrer Notfallkredite (Emergency Liquidity Assistance - ELA).
Dabei gehe es um eine Summe von ungefähr 2,5 bis drei Milliarden Euro, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einen entsprechenden Antrag habe die zyprische Notenbank am Montag bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Montagabend mitgeteilt, dass sie einen ELA-Antrag ihrer zyprischen Außenstelle genehmigt habe. Ob es sich dabei um eine Verlängerung bestehender Kredite oder zusätzliche Mittel handelte, wollte die EZB aber nicht sagen.

Die Welt berichtet, dass der zyprische ELA-Antrag keine Aufstockung der Hilfen für die angeschlagenen Großbanken Laiki und Bank of Cyprus beinhaltet. Die zusätzlichen Mittel seien für die übrigen, kleineren Banken des Landes vorgesehen. Die Institute des Inselstaats sind seit mehr als einer Woche geschlossen. Es wird erwartet, dass es nach einer Wiedereröffnung der Schalter zu einem gewissen Abfluss von Einlagen kommt.

Notkredite sollen vorübergehende Liquiditätsengpässe verhindern und liegen im Ermessen der nationalen Zentralbanken, der EZB-Rat hat jedoch ein Veto-Recht.

Bisher hatte in erster Linie die Laiki-Bank von den ELA-Hilfen in Zypern profitiert. Im Zuge der Zerschlagung der Bank gehen die neun Milliarden Euro an Notkrediten, die sie erhalten hat, auf die Bank of Cyprus über.

http://www.boerse-go.de/nachricht/Zyperns-Zentralbank-weitet-Notkredite-um-25-bis-3-Mrd-EUR-aus-Welt,a3057859.html


Zyperns Finanzminister: Großanleger könnten etwa 40% verlieren.
09:39 - Echtzeitnachricht

Beobachter

27.03.2013, 04:36 Uhr

Ist dies nicht eine der tollen Ratingagenturen, welche uns Europäern die Ramschpapiere der Amis empfohlen hatte und schon war die US Finanzkrise plötzlich mitten in Europa? Alles Bankster.

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