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05.02.2013

19:46 Uhr

Ratingagentur Fitch

Niederlande müssen um ihre Top-Note bangen

Kaum ein EU-Land hat es im Zuge der Schuldenkrise geschafft, ihre AAA-Bewertung zu halten. Gehören die Niederlande bald auch dazu? Die Ratingagentur senkte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit auf negativ.

Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU. dpa

Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU.

New YorkDie Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Niederlande auf "negativ" gesenkt. Dies teilten die Bonitätswächter am Dienstagabend mit. Damit wird eine Herabstufung der Topbonität in den kommenden Monaten wahrscheinlicher. Bisher bewertet Fitch das Euro-Land mit der Top-Note "AAA".

Die Agentur begründete ihren Schritt damit, dass die Probleme auf dem Immobilienmarkt und dem Bankensektor die niederländische Wirtschaft belasteten. Die Niederlande sind bislang in der Schuldenkrise einer der Musterknaben in der EU und haben bei allen großen Rating-Agenturen noch die Bestnote AAA allerdings nun mit einem negativen Ausblick.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Am Montag hatten die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) mitgeteilt, das Euro-Land weiterhin mit dem Top-Rating bewerten zu wollen. Die milliardenschwere Rettung des angeschlagenen Finanzkonzerns SNS Reaal stelle keine Gefahr dar, argumentierten sie.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

SNS soll im Rahmen der Verstaatlichung neben einer Kapitalspritze von 2,2 Milliarden Euro auch Kredite im Volumen von 1,1 Milliarden Euro und Bürgschaften von fünf Milliarden erhalten. In einer separaten Mitteilung warnte Moody's jedoch, dass sich die Verstaatlichung von SNS Reaal negativ auf die anderen Banken des Landes auswirken könnte.

Von

rtr

Kommentare (4)

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RosaMunde

05.02.2013, 20:17 Uhr

Wenn wir das Triple-A als letzte behalten, wird es uns trotzdem aberkannt, weil wir den SMS quasi alleine stemmen müssen. Da kommt aber Freude auf - hoffentlich noch vor den Bundestagswahlen!

Account gelöscht!

05.02.2013, 20:26 Uhr

Profis hören ohnehin nicht mehr auf die Rating-Geier aus den USA. Auch da deren Dilletantismus und Profitgier - siehe auch den bekannten Protestbrief von 10 namhaften deutschen Unternehmen aus 2012 - bekannt sind.

Schade um die wirtschaftl Erholung der Niederlande, die durch diese Nichtsnutze vermutlich einen gewissen Rückschlag erleiden könnte.

Honi soit qui mal y pense.

Gorgias

05.02.2013, 21:16 Uhr


"Kaum ein EU-Land hat es im Zuge der Schuldenkrise geschafft, i h r e AAA-Bewertung zu halten."
in den letzten Wochen fallen auch bei Ihrer Redaktion zunehmend grammatische Ausrutscher auf.
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