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07.02.2013

16:46 Uhr

Ratingagentur

Fitch warnt Europas Politiker

Der Chef der Ratingagentur Fitch sieht für Europa kein Ende der Krise voraus, solange keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung einsetzt. Besonders Spanien weist er dabei eine Schlüsselrolle zu.

Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, solange es keine nachhaltige Wachstumspolitik betreibt. Reuters

Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, solange es keine nachhaltige Wachstumspolitik betreibt.

Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, bis nicht eine auf Wirtschaftswachstum ausgerichtete Politik betrieben wird.

“Die Krise wird nicht vorbei sein, bis wir eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung sehen. Dies ist entscheidend, um die Verschuldung der Staaten abzubauen und die Probleme der Banken mit ihren Anleihen zu verringern,” sagte Ed Parker, geschäftsführender Direktor bei Fitch. “Wenn es kein Wachstum gibt, wird der Widerstand gegen die Sparprogramme wahrscheinlich größer werden.”

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Der Internationale Währungsfonds rechnet 2013 mit einem zweiten Jahr des wirtschaftlichen Rückgangs in der Eurozone. Spanien werde noch stärker in die Rezession rutschen, da die Regierung Ausgaben kürze, um die Haushaltsziele zu erreichen. Die Lage Spanien werde “ausschlaggebend” für die Aussichten einer Erholung Europas sein, sagte Parker.

Rating-Historie der Krisenländer

Portugals S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BB / 13.01.2012

BBB- / 05.12.2011

BBB- / 29.03.2011

BBB+ / 24.03.2011

A- / 30.11.2010

A- / 27.04.2010

Portugals Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Ba3 / 13.02.2012

Ba2 / 05.07.2011

Baa1 / 05.04.2011

A3 / 15.03.2011

A1 / 21.12.2010

A1 / 13.07.2010

Aa2 / 05.05.2010

Irlands S&P-Rating

Rating / Gültig seit:

BBB+ / 13.01.2012

BBB+ / 05.12.2011

BBB+ / 01.04.2011

A- / 02.02.2011

A / 23.11.2010

AA- / 24.08.2010

Irlands Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Ba1 / 12.07.2011

Baa3 / 15.04.2011

Baa1 / 17.12.2010

Aa2 / 05.10.2010

Aa2 / 19.07.2010

Spaniens S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BBB- / 10.10.2012

BBB+ / 26.04.2012

A / 13.01.2012

AA- / 05.12.2011

AA- / 13.10.2011

AA / 28.04.2010

Spaniens Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Baa3 / 16.10.2012

Baa3 / 13.06.2012

A3 / 13.02.2012

A1 / 18.10.2011

Aa2 / 29.07.2011

Aa2 / 10.03.2011

Aa1 / 15.12.2010

Aa1 / 30.09.2010

Aaa / 30.06.2010

Italiens S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BBB+u / 31.01.2012

Au / 05.12.2011

Au / 19.09.2011

A+u / 17.02.2011

Italiens Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Baa2 / 13.07.2012

A3 / 13.02.2012

A2 / 04.10.2011

Aa2 / 17.06.2011

Griechenlands S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

B- / 18.12.2012

SD / 05.12.2012

CCC / 02.05.2012

SD / 27.02.2012

CC / 27.07.2011

CCC / 13.06.2011

B / 09.05.2011

BB- / 29.03.2011

BB+ / 02.12.2010

BB+ / 27.04.2010

BBB+ / 16.03.2010

Griechenlands Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

C / 02.03.2012

Ca / 25.07.2011

Caa1 / 01.06.2011

B1 / 09.05.2011

Ba1 / 26.12.2010

Ba1 / 14.06.2010

A3 / 22.04.2010

Die Regierung in Madrid hat das Ziel einer Begrenzung des Haushaltsdefizits auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben vermutlich nicht erreicht. Die spanische Wirtschaft war im vergangenen Quartal um 0,7 Prozent geschrumpft nach 0,3 Prozent im Quartal davor. Die Rekordarbeitslosigkeit, die schrumpfende Produktion und die Kosten für die Bankenrettung haben die 62 Milliarden Euro an Einsparmaßnahmen fast gänzlich zunichte gemacht, wie Volkswirte der Societe Generale SA und der Applied Economic Research Foundation in Madrid festgestellt haben.

“Niemand hat nach meiner Ansicht die europäischen Wirtschaftsprobleme bisher gelöst”, hatte Gary Cohn, Präsident der Goldman Sachs Group Inc., am Mittwoch in Hong Kong gesagt. “Niemand hat mir bislang erklärt, wie Wachstum in Griechenland, Spanien oder den anderen Ländern der Peripherie entstehen soll.”

Auch Fitch-Direktor Parker äußerte sich zurückhaltend zu den weiteren Aussichten. “Es ist unrealistisch, eine gleichmäßige Erholung seit dem Sommer zu erwarten,” sagte Parker. “Es wird kleinere und größere Rückschläge geben. Dies wird volatile Märkte auf dem Weg aus der Krise mit sich bringen.”

Kommentare (1)

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08.02.2013, 05:44 Uhr

Als Folge des Abwertungswettlaufs der USA und Japans steigt der Außenwert des Euro. Für Deutschland ist das eher ein kleines Problem. Aber für die Südeuropäer, die in dem engen Korsett des Euro mit drinstecken, wird die Luft weiter drastisch abgeschnürt.
Eine wirtschaftliche Erholung ist damit weiterhin unmöglich.
Die Krise der alternativlosen europäischen Friedens- und Wohlstandwährung wird uns auch fürderhin begleiten, mit zunehmender Wucht.

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