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05.02.2014

23:12 Uhr

Ratingagentur

Moody's stuft Mexiko zu A-Rating hoch

Gute Nachrichten für Mexiko: Die Ratingagentur Moody's hat dem Land das begehrte A-Rating verliehen. Der Ausblick sei stabil. Mit der höheren Bonitätsnote dürfte sich Mexikos Lage an den Kapitalmärkten verändern.

Ein A für Mexiko: Die Ratingagentur Moody´s stufte die Kreditwürdigkeit des Landes hoch. dpa

Ein A für Mexiko: Die Ratingagentur Moody´s stufte die Kreditwürdigkeit des Landes hoch.

Mexiko-StadtMexiko hat als zweites Land Lateinamerikas nach Chile eine Bonitätsnote in der höchsten A-Kategorie ergattert. Die US-Ratingagentur Moody's stufte die Kreditwürdigkeit des Landes am Mittwoch auf A3 hoch von bisher Baa1.

Moody's begründete den Schritt mit vielversprechenden Wirtschaftsreformen, die Präsident Enrique Pena Nieto unlängst durch den Kongress gebracht hat. Diese dürften das Wachstumspotenzial stärken, erklärte die Agentur. Der Ausblick sei stabil.

Der mexikanische Präsident sagte nach der Heraufstufung, sein Land genieße in der Welt wachsendes Vertrauen. Er setze darauf, dass ein umfassender Umbau des Telekom- und Energiesektors die Wettbewerbsfähigkeit Mexikos stärken und die Konjunktur ankurbeln wird.

Ratingsystem

Die gängigen Ratings

Die Ratingagenturen verwenden für die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken und Staaten Buchstabencodes. Die Skala beginnt bei Standard & Poor's und Fitch mit der Bestnote AAA (englisch: „Triple A“). Es folgen AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C. Auch Moody's nutzt diese Buchstabencodes, schreibt sie aber anders (Aaa, Aa, A, Baa, Ba, B usw.)

Die Verfeinerung der Stufen

Die Stufen können auch noch feiner unterteilt werden. Moody's verwendet dafür Ziffern, Fitch nutzt Plus- und Minuszeichen. Eine mögliche Änderung des Ratings kündigen die Agenturen in aller Regel über den Ausblick „positiv“, „stabil“ und „negativ“ an.

Unterschiede zwischen Fitch und Moody's

Ab BB+ (Fitch und Standard & Poor's) oder Ba (Moody's) beginnt der spekulative Bereich, der auch „Ramsch“ (englisch: Junk) genannt wird. Diese Marke gilt für Investoren als deutliches Warnsignal, dass sie Gefahr laufen, ihr Geld zu verlieren. Am Ende der Skala steht mit D der Ausfall, also die Pleite eines Schuldners.

„Ramsch-Niveau“

Wenn ein Land oder ein Unternehmen in den spekulativen Bereich abrutscht, wird es für den Schuldner oft teurer, sich neues Geld am Kapitalmarkt zu besorgen. Investmentfonds sind nämlich häufig verpflichtet, nur Papiere von Schuldnern oberhalb des Ramsch-Niveaus („Investmentgrade“) im Depot zu halten, und müssen dann solche Titel verkaufen, was die Kurse unter Druck setzt. Auch generell können Abwertungen negative Folgen für die Refinanzierung haben - dies ist aber kein Automatismus.

Mit der höheren Bonitätsnote dürfte die Regierung an den Kapitalmärkten künftig günstiger an frisches Geld kommen. Die Landeswährung Peso und der führende Aktienindex legten nach der Moody's-Entscheidung zu.

Von

rtr

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