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06.05.2011

16:06 Uhr

Razzia wegen Aktienmanipulation

SdK-Funktionäre erhielten einen Tipp

Die Beschuldigten im Verfahren gegen einige ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wegen Aktienmanipulation sind nach Angaben des "Spiegel" vor einer Razzia gewarnt worden.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat die Vorwürfe eines "peinlichen Patzers" zurückgewiesen. Quelle: dpa

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat die Vorwürfe eines "peinlichen Patzers" zurückgewiesen.

MünchenIm größten Verfahren wegen Aktienmanipulation in Deutschland sind mehrere Beschuldigte vor einer Razzia gewarnt worden. Dies sei „in krimineller Weise“ geschehen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Landgericht München I am Freitag. Die Staatsanwaltschaft ermittele deshalb gegen Unbekannt. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die Beschuldigten wichtiges Beweismaterial beiseite geschafft hätten.

Das Magazin „Der Spiegel“ berichtete am Freitag vorab, der Staatsanwaltschaft sei ein „peinlicher Patzer“ unterlaufen. „Das weisen wir zurück“, sagte die Sprecherin. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Warnung aus der eigenen Behörde kam.

Die Anklagebehörde ermittelt derzeit gegen rund 30 Beschuldigte, die durch Manipulationen bei rund zwei Dutzend börsennotierten Unternehmen Millionen verdient haben sollen. Darunter sind zwei ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Seit der Razzia sitzen sie in Haft. Sie und ein dritter Beschuldigter, der seit Januar wieder auf freiem Fuß ist, erhielten laut „Spiegel“ wenige Tage vor der Razzia einen Tipp durch einen anonymen Brief.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

08.05.2011, 13:43 Uhr

Sehen wir uns die Auftritte dieses Vereins in den diversen Hauptversammlungen an, dann stellt sich ohnehin immer die Frage wen er vertritt. Es darf dabei oft nicht einmal erwartet werden, dass ein sachbezogener Vortrag gehalten wird, denn auf der Hauptversammlung einer anderen Gesellschaft wurden bzw. werden dann die gleichen Fragen abgehandelt. Kritische Töne werden häufig vermieden, die interne Kommunikation läuft hier wohl vorher über entsprechende Kanäle, hoffentlich zum Wohl der Vereinsmitglieder. Transparenz ist zumindest bei den Beiträgen auf den Hauptversammlungen nicht erkennbar.

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