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03.07.2013

10:48 Uhr

Regierungskrise

Investoren verkaufen Portugal-Anleihen

Die Krise um Portugal spitzt sich zu. Die Börse stürzt ab, die Anleiherenditen schießen nach oben. Anleger suchen Sicherheit in Deutschland. Europa steckt wieder voll im Krisenmodus.

Portugal unter Druck: Die Märkte reagieren prompt auf die wackelnde Regierung. dpa

Portugal unter Druck: Die Märkte reagieren prompt auf die wackelnde Regierung.

FrankfurtIn Portugal wackelt die Koalitionsregierung unter Premierminister Pedro Passos Coelho von der sozialdemokratischen PSD. Damit steht der bisherige Sparkurs auf der Kippe. Die Anleihen des Landes reagierten mit deutlichen Kursverlusten, erstmals seit dem 27. November kletterte die Rendite der zehnjährigen Portugal-Bonds auf mehr als acht Prozent.

In dieser Woche hat nach dem Rücktritt von Finanzminister Vitor Gaspar nun auch Außenminister Paulo Portas vom konservativen Koalitionspartner CDS-PP am Dienstagabend sein Amt niedergelegt. Portas gab an, dass die Nachfolgerin von Gaspar, die bisherige Staatssekretärin im Finanzministerium, Maria Luis Albuquerque, lediglich die Sparpolitik fortsetzen werde.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

„Die Alarmglocken läuten, es deutet sich eine Ermüdung beim Sparkurs an”, sagte David Schnautz, Stratege der Commerzbank in New York. „Diese innenpolitischen Dissonanzen sind eindeutig negativ.”

Die Märkte reagierten prompt. Die Rendite der zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihen schoss am Mittwoch um mehr als 100 Basispunkte in die Höhe. In der Spitze lag die Rendite bei mehr als acht Prozent - so hoch hatte sie zuletzt am 27. November gelegen. Der Leitindex PSI20 an der Börse Lissabon brach in der Spitze um 6,2 Prozent ein - der größte Intraday-Kursverlust seit dem 6. Oktober 2008, zeigen Bloomberg-Daten.

Premierminister Passos Coelho ringt auf zwei Fronten: zum einen muss er im Inland die Rezession bekämpfen, gegenüber der Troika muss er zum anderen mit Einsparungen und Steuererhöhungen die Auflagen im Gegenzug für die gewährten Finanzhilfen einhalten.

„In den kommenden Stunden will ich mit der CDS klären und sicherstellen, dass alle Voraussetzungen für eine stabile Regierung weiterhin gegeben sind und mit der Strategie zur Überwindung der Krise fortfahren”, sagte Passos Coelho in einer Rede am späten Dienstagabend.

Kommentare (43)

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Horst

03.07.2013, 11:07 Uhr

Nein es gibt keine Eurokrise. Alles ist auf gutem Weg usw. Korrupte, kriminellen Politiker sollten entgeignet werden, ihre Altersversorgung verlieren und aus Europa ausgewiesen werden. Sie sollten nie wieder zurückkommen dürfen

Republikaner

03.07.2013, 11:12 Uhr

Da kommt doch sofort Draghi ins Spiel, der die Alarmglocken gleich wieder abstellt. So läuft das doch seit Jahren. Aushebelung der Märkte, Geldentwertung, EU-Verordnungsdiktatur, Aushöhlung der Demokratie, Steuerrepression in D, institutionalisierter Rettungswahnsinn. Am 22. Sept. gilt es ein Zeichen zu setzen!

Banksterbasher

03.07.2013, 11:13 Uhr

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