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04.01.2013

07:33 Uhr

Rekordjagd

Japans Aktien springen in die Höhe

So blendend hat der Nikkei-Index in Tokio seit fast zwei Jahren nicht mehr ausgesehen. Am ersten Handelstag des neuen Jahres waren in Japan vor allem Exportwerte gefragt.

Traditionell gekleidete Japanerinnen nach der Neujahrs-Zeremonie an der Börse in Tokio. Reuters

Traditionell gekleidete Japanerinnen nach der Neujahrs-Zeremonie an der Börse in Tokio.

TokioDie Börsen in Tokio haben deutlich zugelegt. Am ersten Handelstag des neuen Jahres holten die Anleger in Japan nach, was andere Märkte bereits gefeiert hatten. Sie freuten sich nun auch über die Lösung des Haushaltsstreits in den USA. Besonders Exportwerte profitierten davon.

Aktien: Tops und Flops im Nikkei-Index

Platz 225

Nisshin Steel: - 9,4 Prozent

Platz 224

Kobe Steel: - 6,54 Prozent

Platz 223

Advantest: - 6,16 Prozent

Platz 222

Mitsui OSK Lines: - 6,4 Prozent

Platz 221

Tokuyama: - 6,04 Prozent

Platz 220

T+D Holding: - 5,94 Prozent

Platz 219

Mitsumi El.: - 5,74 Prozent

Platz 218

Nippon Paper: - 5,6 Prozent

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,8 Prozent höher bei 10.688 Punkten. Das ist nicht nur der höchste Schlussstand seit dem 4. März 2011, also seit 22 Monaten. So stark wie heute waren die Kurse in Tokio zuletzt am 22. März 2011 gestiegen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,9 Prozent auf 884 Punkte.

Man sei erleichtert, dass die USA nicht von der "Fiskalklippe" gestürzt sei, sagte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities. Unter den Einzelwerten gehörten Toyota Motor mit einem Plus von 4,7 Prozent und Canon mit knapp drei Prozent zu den Gewinnern. Honda Motor Co. kletterten 4,1 Prozent.

Gesellschaften, die viel Geschäft mit China machen, profitierten ebenfalls. Fanuc stiegen 4,9 Prozent, Komatsu Ltd. legten 5,1 Prozent zu. Japanische Aktien haben im vergangenen Jahr 23 Prozent zugelegt. Dies ist das beste Jahr seit 2005. Vor allem die Hoffnung auf eine lockere Geldpolitik in Japan hat dazu beigetragen. Analysten erwarten weitere Kursgewinne in nächster Zeit.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Der Euro hat zum Wochenausklang in Fernost zum Dollar schwächer tendiert. Analysten verwiesen am Freitag auf wachsende Sorgen in der Führung der US-Notenbank Fed über Risiken ihrer massiven Konjunkturhilfen. Das hatte zuvor auch die Wall Street belastet. Ein Euro wurde mit 1,3038 Dollar bewertet nach 1,3048 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 87,62 Yen gehandelt nach 87,23 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2088 und zum Dollar mit 0,9271.

Die US-Regierung hat die geplante Nordkorea-Reise des Google-Chefs Eric Schmidt kritisiert. "Ehrlich gesagt glauben wir nicht, dass der Zeitpunkt dafür sonderlich hilfreich ist", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Donnerstag. Schmidt und sein Begleiter, der ehemalige Diplomat Bill Richardson, "wissen sehr wohl um unsere Sichtweise".

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Die beiden Männer würden als Privatpersonen in das abgeschottete kommunistische Land reisen. Am Donnerstag hatte eine mit der Sache vertraute Person einen Bericht der Nachrichtenagentur AP bestätigt, wonach Schmidt einen Besuch in Nordkorea plant. Die Hintergründe sind unklar. Google hat eine direkte Stellungnahme zu den Berichten abgelehnt.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Insider

04.01.2013, 04:27 Uhr

In die Höhe?Der Nikkei steht so hoch wie Anfang 1984.Wenn also ein Anleger damals umgerechnet 10 000 DM in diesen Index zur Einmalanlage investierte,so hat er jetzt mit Inflationsausgleich noch weniger 2000 Euro als Kaufkraft zur Verfügung.

PubliusAeliusHadrianusOlympios

04.01.2013, 05:24 Uhr

...aber weit aus mehr als 1960 - Wenn er denn noch lebt

maximilian@baehring.at

04.01.2013, 07:13 Uhr

Wer braucht Produkte aus Japan Gibt es irgendws was wir nicht in Europa herstellen Nein? Also. Schoten dicht Richtung Asien.

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