Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.08.2013

12:12 Uhr

Rendite auf 17-Monats-Hoch

Bundesanleihen starten schwach in die Woche

Die Nachfrage nach Bundesanleihen lässt derzeit deutlich nach. Die Anleger trauen sich mehr Risiko zu. Großen Einfluss auf das Anleihengeschäft haben die aktuellen wie künftigen Impulse der US-Notenbank Fed.

Anleihen aus der Eurozone sind derzeit weniger gefragt. dpa

Anleihen aus der Eurozone sind derzeit weniger gefragt.

FrankfurtDie Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen ist am Montag bis auf 1,91 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit März 2012 gestiegen.

Händler begründeten die Bewegung mit den zuletzt recht ermutigenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA. Vor allem mit Blick in Richtung Fed erwarteten viele Anleger, dass diese schon im September ihr massives Anleihenkaufprogramm zurückfahren wird. Deshalb trennten sich Investoren von entsprechenden Anlagen.

Peripheriebonds verzeichneten Verluste. Zehnjährige spanische Anleihen rentierten bei 4,37 Prozent drei Basispunkte höher, italienische Bonds bei 4,24 Prozent sechs Basispunkte höher. Zehnjährige US-Anleihen rentierten in der Spitze mit 2,871 Prozent und damit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr.

„Der Markt geht zunehmend davon aus, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung eine Verringerung der Anleihekäufe beschließen wird”, sagte Richard McGuire, Stratege für Festverzinsliche bei Rabobank International in London. „Diese Erwartung, dass die Anreize reduziert werden, ist in weitgespannter Sicht negativ für die Risikofreude. Die Peripherie-Spreads dürften sich ausweiten, da der Markt sensibler auf die fundamentalen Treiber reagiert”, fügte er an.

Für dieses Jahr bis zum 16. August kommen deutsche Bundesanleihen auf Verluste von 2,3 Prozent, wie die Bloomberg World Bond Indizes zeigen. Italien-Bonds haben 4,6 Prozent eingebracht, spanische Staatspapiere 8,2 Prozent.

Auch bei den Treasuries sind die Kurse gesunken. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten bei 2,85 Prozent drei Basispunkte höher. Investoren spekulieren, dass die US-Notenbank aufgrund stärkerer Konjunkturindikatoren im kommenden Monat damit beginnen wird, ihre Anleihekäufe zurückzufahren. Mit Spannung wird daher die am 21. August anstehende Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung erwartet.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Brasil

19.08.2013, 13:12 Uhr

Sieht nach show-down aus: aber das ist sicher wieder nur eine Verschwoerungstheorie!
Wird ja hoffentlich noch halten bis zur Wahl, denn dann soll die FDJ-Tussi das auch ausloeffeln was sie dem Volk in unnachahmlicher Weise eingebrockt hat!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×