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14.05.2013

17:57 Uhr

Rendite zu niedrig

Versicherer meiden deutsche Staatsanleihen

ExklusivDeutsche Papiere: Ja. Deutsche Staatsbonds: Nein. Bundesanleihen bringen Versicherern wie Generali oder der Allianz einfach zu wenig Rendite. Die Italiener setzen stattdessen auf andere Wertpapiere.

Das Logo der Generali Versicherungen: Deutsche Staatsanleihen sind keine Option. dpa

Das Logo der Generali Versicherungen: Deutsche Staatsanleihen sind keine Option.

FrankfurtBundesanleihen sind bei Investoren heiß begehrt – allerdings nicht bei Versicherern. „Bundesanleihen kaufen wir derzeit nicht und haben es auch in der jüngeren Vergangenheit nicht getan“, sagt Nikhil Srinivasan, seit Anfang des Jahres Chief Investment Officer der italienischen Assicurazioni Generali im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Das ist keine Frage der Qualität, sondern der Rendite“, sagt er. Und die sei zu niedrig. „Wir investieren in deutsche Papiere – aber nicht in Bundesanleihen.“ Mit dieser Einschätzung steht der Investment-Experte nicht alleine: Auch die Allianz winkt beim Thema Bundesanleihen ab.

Auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten setzt der italienische Versicherungskonzern vor allem auf besicherte, festverzinsliche Wertpapiere, sogenannte Asset Backed Securities (ABS), besonders auf Hypothekendarlehen, Kreditportfolios von Banken oder auch Immobilienportfolios. Auch das Geschäft mit Hypothekenkrediten für gewerbliche Immobilien soll ausgebaut werden. „Aber ich habe keinerlei Ambitionen, in das Bankgeschäft einzusteigen“, betont Srinivasan. „Kredite ohne Absicherung zu vergeben entspricht nicht unserem Geschäftsmodell.“

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

USA

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA

Ausblick: Negativ

China

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Japan

S&P Rating: AA-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Negativ

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Vereinigtes Königreich

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Brasilien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Russland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Indien

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Kanada

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Australien

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Generali verwaltet für Kunden rund 490 Milliarden Euro. Das meiste Geld – 81 Prozent – ist in festverzinsliche Papiere angelegt. „Regional gesehen liegt unser Schwerpunkt in Europa, da wir dort auch den größten Teil unserer Zahlungsverpflichtungen haben“, sagt Srinivasan. Infrastrukturinvestitionen steht er zurückhaltender als andere Vertreter der Branche gegenüber. „Infrastrukturinvestitionen sind relativ komplex“.

Von

ll

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